Mallorca: Rentner-Ehepaar bringt sich vor der Zwangsräumung um

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Auf tragische Weise hat ein Rentner-Ehepaar auf Mallorca heute Mittag gezeigt, wie wichtig die Gesetzesinitiative ist, die heute von der „Plattform der Hypothekengeschädigten“ am Abend durchgesetzt wurde. Der 68-jährige Spanien und seine 67-jährige Ehefrau wurden heute mittag tot in ihrer Wohnung in Cas Català (Calvià) auf der Insel Mallorca aufgefunden. In einem Abschiedsbrief erklärten sie, sie könnten ihre Schulden nicht begleichen und wollten die Zwangsräumung ihres Hauses nicht miterleben.

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Heftplaster gegen Zwangsräumungen beschlossen

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Die gute Nachricht zuerst: Die spanische Regierung konnte den sozialen Druck nicht mehr ignorieren und hat soeben Massnahmen gegen das Zwangsräumungsdrama beschlossen. Bei aller jetzt folgenden Kritik ist das eine gute und wichtige Massnahme. Das neue Dekret beweist allerdings nur eins – wenn es diesen erneuten Beweis noch gebraucht hat: Die Politik produziert mit der heissen Nadel gestrickte untaugliche Lösungen erst dann, wenn das Kind längst im Brunnen liegt. Improvisierte hektische Reaktion statt gestalterischer Voraussicht. Für diese Tatsache ist die heutige Entscheidung beinahe ein Musterbeispiel.

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Frau stürzt sich kurz vor Zwangsräumung aus dem vierten Stock in den Tod

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Sie hat es nicht ertragen: Als die Beamten für die Zwangsräumung anrückten, stürzte sich die 53-jährige Frau aus ihrer Wohnung im vierten Stock in den Tod.  Sie hinterlässt eine 21-jährige Tochter und ihren Mann, der in Barakaldo (Baskenland), dem Ort des Geschehens, früher für die Sozialdemokraten im Gemeinderat sass.  Jetzt endlich, nach mehreren Ereignissen dieser Art, forciert die Regierung in Madrid die Änderung der Gesetzeslage.

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Griechischer Rentner erschiesst sich vor dem Parlament wegen Krise

 

„Ich bin Rentner. Unter diesen Bedingungen will ich nicht weiterleben. Ich weigere mich, mein Essen im Müll zu suchen. Deswegen habe ich beschlossen, meinem Leben ein Ende zu setzen“, lautete der Text auf dem Zettel, den er in der Tasche trägt. Der Mann, 77 Jahre alt, ehemaliger Apotheker, den die Schulden bedrängten, schoss sich in den Kopf und starb gestern wenige Meter vor dem griechsischen Parlament morgens kurz vor neun. Ein öffentlicher Freitod, der eine Welle von Zorn und Schmerz im Land auslöste. Ein Ende, das immer mehr Menschen suchen in einem Land im Würgegriff der Sparprogramme.

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