Absturz der Volksparteien: Kein Vertrauen mehr in die Politik

Während sich Deutschland überlegen darf, ob es im kommenden Jahr das Original oder die Kopie zum Bundeskanzler wählt, stürzen in Spanien aktuell beide grossen Volksparteien gnadenlos ab.  Rajoys konservative Partido Popular (PP) hat seit der Wahl im November 15 Prozent Zustimmung eingebüsst, aber auch die Talfahrt der Sozialdemokraten (PSOE) geht weiter. Mehr und mehr Spanier haben die Nase gestrichen voll von der Politik und würden am liebsten keine Stimmzettel mehr ausfüllen. In den Umfragen fällt besonders auf, dass erstmals der Regierungschef schlechtere Bewertungen bekommt als seine Minister.

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Große Koalition in Niederlanden absehbar – Nazi-Partei halbiert

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In den Niederlanden ist nach der Parlamentswahl eine große Koalition absehbar. Die konservative Regierungspartei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte gewann die vorgezogene Wahl mit 41 Mandaten vor den Sozialdemokraten (39). Beide sind nun quasi dazu verurteilt eine Koalition einzugehen. Die erfreulichste Nachricht nach dem Wahltag: Der Rechtspopulist Wilders musste hohe Verluste einstecken. Seine Partei für die Freiheit, die auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufgebaut ist, wurde praktisch halbiert und sackte von 24 auf 15 Sitze ab.

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Update 2: Konservative gewinnen in Griechenland, absolute Mehrheit für Hollande in Frankreich

griechwähr

In Griechenland ging, wie wir das erwartet hatten, offensichtlich Angst vor Protest. Die konservative Nea Dimokratia liegt in den Hochrechnungen deutlich vor der linken Syriza. Zu diesem Zeitpunkt sind es etwa sechs Prozent Vorsprung. Sie kann deshalb mit dem Bonus von 50 der 300 Sitze rechnen. Währenddessen jubeln die Sozialisten in Frankreich: Hollandes Partei erreichte die absolute Mehrheit bei den Wahlen zur Nationalversammlung und kann nun „durchregieren“. Angela Merkel darf sich ab morgen auf noch deutlichere Ansagen aus dem Nachbarland einstellen.

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