Kanaren-Politiker beruhigt: „Ölverseuchte Küsten wird es nur in Afrika geben!“

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Es ist alles gar nicht schlimm, kann nichts passieren. Selbst wenn es bei dem „äusserst geringen Risiko“ der Ölbohrungen vor den Kanarischen Inseln zu einer Verseuchung des Meeres kommen sollte, würde das Öl von der Meeeresströmung an afrikanischen Strände getrieben. Das versicherte der industriepolitische Sprecher der Partido Popular, Manuel Fernández, jetzt im kanarischen Parlament. Wer sollte sich jetzt noch Sorgen machen müssen?

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Lösung der Krise: Verbringen Sie Ihren Urlaub nur noch im eigenen Land!

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Der spanische Tourismuminister empfiehlt seinen Landsleuten, ihren Urlaub nur noch im eigenen Land zu verbringen. Das sei gut für die Inlandsnachfrage und helfe Spanien gerade in der Krise besonders. José Manuel Soría, der in der Vergangenheit schon öfter durch besonders schlaue Projekte aufgefallen ist, hat damit eine wirklich gute Idee geäussert. Jedoch: Uhupardo hat noch eine viel bessere!

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Es ist alles viel schlimmer: Zwei Mehrwertsteuer-Erhöhungen in einer

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Das ganz dicke Ende hatte Rajoy bewusst ausgespart, als er vorgestern die Mehrwertsteuer-Erhöhung verkündete: Viele Produkte und Dienstleistungen, die bisher dem reduzierten Mehrwertsteuer-Satz von acht Prozent unterlagen, steigen nicht etwa innerhalb ihrer Kategorie auf jetzt zehn Prozent; viel mehr werden sie „hochgestuft“ und nun mit 21% besteuert, also auf einen Schlag um 13% mehr.  Das wird u.a. den Tod sehr vieler Kinos in Spanien bedeuten, denn Eintrittskarten zu kulturellen Veranstaltungen aller Art werden nun für einen grossen Teil der Spanier unerschwinglich.

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Spanien-Urlaub teurer: Regierung erhöht Flughafengebühren drastisch

 

Brüssel hält den Beschluss der spanischen Regierung für rechtswidrig und will zunächst „prüfen“: Rückwirkend zum 1. Juli sind die Flughafengebühren überraschend erhöht worden. Im Landesdurchschnitt um 18,9 Prozent, doch in Madrid (Barajas) und Barcelona (El Prat) stiegen die Gebühren um satte 50 Prozent. Das ist deswegen fatal, weil es die beiden Drehscheiben sind, über die fast alle innerspanischen Flüge führen. Hotelbetreiber, Reiseveranstalter und die Fluglinien sind perplex und protestieren.

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Demokratie gegen das Volk: Madrid genehmigt Ölbohrungen neben den Kanarischen Inseln

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Trotz aller heftigen Proteste der kanarischen Bevölkerung hat die konservative Regierung Spaniens heute das Ökosystem der Kanarischen Inseln zum Tode verurteilt. Hauptverantwortlicher und damit Hauptschuldiger für diese Entscheidung ist der Minister für Tourismus und Industrie, José Manuel Soria (PP = Partido Petroleo), der aus Las Palmas (Gran Canaria) stammt und die weit mehrheitliche Meinung seiner Landsleute mit Füssen tritt.

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Mysterium Seezunge

Ein Plattfisch ist ein Plattfisch. Wenn es ein Fisch ist. Nennt man einen Menschen „Plattfisch“, ist es eher eine Beleidigung … obwohl es manchmal durchaus Berechtigung hätte.

Ob auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura: Überall sind die Restaurants voll von deutschen Touristen, die Seezunge bestellen. Seezunge muss es sein, unbedingt, einer der begehrtesten, weil teuersten (oder teuersten, weil begehrtesten, who knows) Speisefische.

Seezunge auf den Kanarischen Inseln essen ist wie Weisswurst auf Büsum oder Labskaus in Bad Tölz. Der Plattfisch wird in der Nordsee gefangen, an der Küste Norwegens, im Ärmelkanal, sogar im Mittelmeer – überall, ausser in der Nähe der Kanarischen Inseln.

Herrlich fangfrische Fische gibt es auf den kanarischen Tellern: http://www.ottoewieghardt.de/fischbuch.pdf

Sama, Mero, Bocinegro, Breca,Burro, Vieja – die Liste der äusserst schmackhaften Schwimmtiere ist beinahe endlos. Alles ganz frisch auf den Teller und zu erschwinglichen Preisen. Aber nein, es muss die Seezunge sein, der einzige Fisch, der mit tödlicher Sicherheit nicht frisch ist, nicht frisch sein kann und vom Eis kommt.

Allerdings bieten die kanarischen Fische einen wichtigen Vorteil nicht: Tante Elli und Onkel Willi können nach Rückkehr damit keinen Nachbarn beeindrucken: „Sie glauben ja nicht, wie billig wir jeden Tag Seezunge gegessen haben?!“

Etwas haben deutsche Touristen mit der Seezunge offensichtlich gemeinsam: „Die Beute wird mit Hilfe von fädigen Sinnesknospen auf der Blindseite des Mauls aufgespürt.“