Gute Nachrichten: Die Verbraucher sind verunsichert

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Die Verbraucher sind verunsichert. Das wurde endlich Zeit, möchte man rufen! Die Häufung von Bank-Skandalen und Falschberatungen besorgt die Verbraucher ebenso sehr wie die aufeinander folgenden Lebensmittelskandale, wie eine heute veröffentlichte Umfrage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) zeigt.

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42 Prozent sagen: „Unter Hitler war nicht alles schlecht“

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Ob die NSDAP mit ihrer völkischen Ideologie Chancen hätte, in Österreich in freien Wahlen erfolgreich zu sein, wenn es kein Gesetz gäbe, das nationalsozialistische Wiederbetätigung unter Strafandrohung stellt, wollte „Der Standard“ wissen – und 54 Prozent antworteten, dass das sehr wohl möglich wäre. Besonders junge und höher gebildete Befragte räumen den Nazis Wahlchancen ein. Der These „Unter Hitler war nicht alles schlecht“ stimmen 42 Prozent zu.

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Alle Atheisten Spaniens sind auf unerklärliche Weise verschwunden

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Noch im Oktober gab es 8,9 Prozent Atheisten in Spanien – im November keinen einzigen mehr! Wohin sind Hunderttausende von Menschen plötzlich verschwunden? Oder sollten die Werbekampagnen der katholischen Kirche plötzlich gandenlosen Erfolg vorweisen können? Man weiss es nicht. Sicher ist nur, dass die neueste Studie des nationalen Instituts für soziologische Studien (CIS) im November niemanden mehr gefunden hat, der nicht an Gott glaubt. Das beruhigt (den Pfarrer) enorm.

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Absturz der Volksparteien: Kein Vertrauen mehr in die Politik

Während sich Deutschland überlegen darf, ob es im kommenden Jahr das Original oder die Kopie zum Bundeskanzler wählt, stürzen in Spanien aktuell beide grossen Volksparteien gnadenlos ab.  Rajoys konservative Partido Popular (PP) hat seit der Wahl im November 15 Prozent Zustimmung eingebüsst, aber auch die Talfahrt der Sozialdemokraten (PSOE) geht weiter. Mehr und mehr Spanier haben die Nase gestrichen voll von der Politik und würden am liebsten keine Stimmzettel mehr ausfüllen. In den Umfragen fällt besonders auf, dass erstmals der Regierungschef schlechtere Bewertungen bekommt als seine Minister.

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Umfrage: Partido Popular stürzt um historische 16,4 Prozent ab

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Wenn man die an sich logische Frage weglässt „Wie kann sich überhaupt noch irgendein Mensch für die konservative Regierungspartei aussprechen?“, ist der Popularitätsabsturz der Partido Popular bemerkenswert und in der demokratischen Geschichte Spaniens einmalig. Die Partei verliert in den Umfragen 16,4 Prozent seit Jahresbeginn, davon knapp die Hälfte allein in den vergangenen vier Wochen. Drei Viertel der Spanier sagen: Die haben keinerlei Plan und improvisieren nur. Die grosse sozialdemokratische PSOE (-1,8%), der traditionelle Konkurrent, kann davon allerdings nicht profitieren. Die linke Izquierda Unida sehr wohl: +4,6%.

So einen Absturz hat es in Spanien noch nicht gegeben. Mariano Rajoys Regierung, die inzwischen sämtliche Wahlversprechen gebrochen hat, ist in der aktuellen Metroscopia-Umfrage, verglichen mit dem Wahlergebnis vom November, um 14,6 Prozent abgestürzt. In Bezug zum Jahresanfang gar um 16,4 Prozent. Die konservative Partido Popular würde heute noch 30% der Stimmen erhalten, wenn Wahltag angesagt wäre. Die sozialdemokratische PSOE, die den Terminus Opposition so verdient hat wie die SPD in Deutschland – also eher gar nicht -, käme auf 24,7 Prozent (Januar: 26,5). Die vereinigte Linke (Izquierda Unida; Januar 7,7%) würde heute mit 12,3% drittstärkste Partei.

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Die Regierung regagiere nicht adäquat auf die wirtschaftliche Situation des Landes glauben 72 Prozent der Spanier; noch zwei Prozent mehr sind der Überzeugung, das Team von Ministerpräsident Mariano Rajoy habe keinerlei Plan und improvisiere nur entsprechend der jeweiligen Lage. Auch die eingefleischten Wähler der Partido Popular beginnen deutlich zu zweifeln. Nur noch 54% der PP-Wähler haben einen positiven Eindruck von der Regierung. Mit 44 Prozent äussert fast die Hälfte der konservativen Wähler deutliche Unzufriedenheit. Bei der Frage „Wie viel Vertrauen haben Sie in Regierungschef Mariano Rajoy?“ senken inzwischen 80 Prozent den Daumen.

Insgesamt bleibt natürlich immer die Frage, warum Mäuse weiterhin Katzen wählen

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Volksabstimmungen über ESM oder Fiskalpakt sind völlig unsinnig

 

Immer wieder einmal sieht man im Fernsehen Strassenbefragungen zu aktuellen Themen; und immer fragt man sich, ob vielleicht nur diejenigen Stimmen wirklich ins gesendete Programm gelangen, die dem Tenor der jeweiligen Sendung entsprechen. Also dachten wir uns, machen wir es doch einfach mal selbst. Ein Journalist befragte im Auftrag von Uhupardo Passanten in der Madrider Einkaufszone nach ihrer Ansicht zu Fiskalpakt und ESM. Hier die Ergebnisse:

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Sarkozy profitiert von der Krise

Die Umfragewerte des französischen Präsidenten steigen deutlich wegen seines Euro-Krisen-Managements.

In nur einem Monat hat er die amtierende slowakische Premierministerin Iveta Radičová zum Weinen gebracht, Benjamin Netanjahu einen Lügner genannt, noch schlimmere Dinge über Papandreou gesagt, einen Brüll-Streit mit David Cameron ausgetragen, sich zusammen mit Angela Merkel über Berlusconi lustig gemacht und eine Pressekonferenz zusammen mit Barack Obama gegeben.

In einem einzigen Monat
wurde Nicolas Sarkozy vom schlitzohrigen Halbweltpolitiker, der alle Vorgaben der Europäischen Kommission hinterging, zum strikten EU-Polizisten und zur rechten Hand von Generalísima Merkel.

Viele Franzosen scheinen die plötzliche Metamorphose des Retters der europäischen Währung und der ganzen westlichen Hemisphäre tatsächlich zu fressen. Alle Umfragewerte bestätigen die rasant steigende Popularität des Nachfolgers von Napoleon. Im Frühling stehen Wahlen an und Sarkozy scheint die Krise gerade recht zu kommen, um sich zu profilieren.

Natürlich nützt auch der warme Umschlag, besonders aus der weiblichen Bevölkerung, wegen der Vaterschaft Sarkozys und hilft mit, der wichtigsten Konkurrentin Terrain abzunehmen: Noch führt die sozialdemokratische Kandidatin François Hollande das Ranking mit 36 Prozent an, Sarkozy kommt auf 25 Prozent.

 

Seine Kritiker versichern, Frankreich habe unter Sarkozy alle seine Ideen verkauft während der Krisenbewältigung, den Süden Europas verraten und alle Ziele fehlschlagen sehen, die während des G20-Gipfels in Cannes vereinbart worden sind. Nicolas Sarkozy ficht das nicht an. Was sind ein paar Fehlschläge gegen die Liebe von Angela Merkel und eine gewonnene Präsidentschaftswahl?