IMK-Institut Düsseldorf: Kaputtsparpolitik macht kaputt – ganz Europa

So langsam kann man die Gebetsmühle ganz schön leid werden. Immer und immer wieder dieselben einfachen Wahrheiten zu wiederholen, macht ganz fein müde. Aber gut, einmal noch – und diesmal der Einfachheit halber mit den Worten anderer -, weil man im Bemühen nicht nachlassen darf, auch wenn es Kraft kostet, denn sonst versinkt Europa wirklich bald im Bürgerkrieg – erst Griechenland, dann Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und am Ende ganz sicher Deutschland.

kaputtsparen

Das gewerkschaftsnahe IMK-Institut aus Düsseldorf kritisierte, die Reformauflagen als Gegenleistung für Milliardenhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds seien zu streng. „Die spanische Regierung zögert, weil sie sieht, dass diese Auflagen eine Wirtschaft zum Absturz bringen können. Dafür gibt es Beispiele – das sind Griechenland und Portugal“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn in Berlin. Deshalb seien die Auflagen „unsinnige Sanktionspolitik“, die den gesamten Euroraum schädigten. „Die Medizin, die wir den Ländern zu schlucken geben, ist schlimmer als die Krankheit, an der sie leiden.“ Staaten, die sich an den ESM richteten, müssten die Auflagen vielmehr als Hilfe verstehen statt als Bestrafung, sagte Horn.

Noch klarer, treffender und voll auf den Punkt bringt es der Kommentar von almabu:
„Herbst 2012: Stimmung in der EU kippt, genug gespart, es reicht!“

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* Wer ist schuld an der Krise?
* Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
* Das Manifest des 25-S in Spanien

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Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt

Die Krise verschärft sich – und die Politik reproduziert als Reaktion darauf immer und immer wieder die alten Ideen, die die aktuellen Probleme überhaupt erst verursacht haben. „Die „Sparsamkeit der Haushalte“ ist die Wirbelsäule der Strategien der Regierungen, als wären dort der Grund für die Krise und die Lösungen derselben liegen. Sparpakete präsentieren sich als unvermeidlich, als Beweis für wirtschaftliche Rationalität – doch dahinter verstecken sich Irrtümer, Widersprüche und handfeste Wirtschaftsinteressen.

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