Keine einzige „Ja“-Stimme für Zwangsabgabe im Parlament auf Zypern

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Update: Die Abstimmung ist gelaufen – und genau so zu Ende gegangen, wie in diesem Artikel beschrieben!

Soeben hat die Parlamentsdebatte auf Zypern begonnen. Die Regierungspartei wird sich enthalten, alle anderen werden dagegen stimmen: Die Zwangsabgabe wird im zyprischen Parlament vermutlich keine einzige „Ja“-Stimme erhalten. Nach bisher inoffiziellen Angaben ist der Finanzminister heute zurückgetreten. Das ist alles durchaus logisch und war zu erwarten, denn jeder Politiker, der heute die Zwangsabgabe durchwinkt, ist für alle Zeiten klinisch tot. Dann schon lieber verweigern und auf Zwangsrettung setzen.

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Wichtig: Vertrauen der Finanzmärkte – klinisch tot: Vertrauen der Kleinsparer

Während auf Zypern die Menschen immer noch fassunglos vor den Geldautomaten stehen und sich fragen, wie es passieren konnte, das die Eurogruppe nicht einmal die Einlagensicherung von 100.000 Euro respektiert  …

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… ist man in Schweden schon einen Schritt weiter.

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Angst vor dem Bank-Run: Zyperns Banken bleiben auch Dienstag geschlossen

Nach der Volksenteignung bleiben auch am Dienstag die Banken auf Zypern geschlossen, wie soeben bekannt gegegen wurde. Die Angst vor dem Bank-Run der Residenten und Ausländer ist offensichtlich gross. Nach dem Feiertag am Montag hätte den Kunden das „Restgeld“ am Dienstag wieder zur Verfügung stehen sollen, doch die Schalter bleiben auch am Dienstag geschlossen, wie die Zentralbank mitteilt. Ausserdem wurde die Sitzung des Ministerrats verschoben, die für heute geplant war.

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In Spanien steigt die Nervosität der Bankkunden

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Wie nicht anders zu erwarten, wächst die Nervosität heute in Spanien deutlich. Und die Regierung verteilt halbherzige Beruhigungspillen. Jetzt endlich hat auch der Letzte Zweifel daran bekommen, ob sein Geld auf der Bank wirklich sicher ist, nachdem auf Zypern die rote Linie überschritten worden ist. Mariano Rajoys Team dagegen sieht „eine gute Vereinbarung“ für Zypern, die „nicht auf andere Länder extrapolierbar“ sei.

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Merkels Eiertanz um die spanische „Rettung“

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Sicher ist nur, dass das spanische Rettungsersuchen kommen wird.  Wann, weiss derzeit niemand so genau.  Nicht einmal Rajoy vermutlich, der gestern auf die Frage, ob seine Regierung unmittelbar davor stehe, Hilfe zu beantworten, mit einem knappen „No“ antwortete.  In Berlin sind die Gefühle diesbezüglich mehr als zwiespältig. Einerseits möchte man Spanien möglichst bald unter dem Rettungsschirm sehen – andererseits ja, nein, lieber nicht. Die „nein-keinesfalls-vielleicht-doch-na-gut-alternativlos“-Regierungschefin hat Angst vor dem eigenen Bundestag.

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Spanien verhandelt bereits Bedingungen für die „Rettung“

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Offiziell ist alles beim Alten: Es sei keine Entscheidung gefallen, die Situation werde weiter beobachtet und ähnliches Schwafeldioxid derjenigen, die in den vergangenen Monaten jede Ankündigung irgendwann revidiert haben. Doch Spaniens Regierung weiss genau, dass „Rettung“ angesagt ist und verhandelt bereits die Bedingungen dafür. Abwarten will man allerdings die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts am 12. September. Erst danach soll offiziell über das Rettungsersuchen gesprochen werden.

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Next one please: Zypern will noch in diesem Monat unter den Rettungsschirm

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Vielleicht schon an diesem Wochende, spätestens am nächsten: „Das Thema ist dringend. Wir wissen, dass die Rekapitalisierung der Banken bis zum 30. Juni abgeschlossen sein muss“, sagte Finanzminister Vassos Siarlis am Montag und kündigte damit unausgesprochen den nächsten Rettungskandidaten an.  Natürlich ist Zypern geradezu eine Kleinigkeit, wenn man an die 100 Milliarden denkt, die jetzt nach Spanien fliessen, doch es ist ein Land mehr, das sich nicht mehr selbst helfen kann, tief in der Rezession steckt und schon seit Monaten sieben Prozent Zinsen zahlen muss.

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