Umwelt-Tipps: In die Dusche pinkeln hilft Wasser sparen

duschpink

Das müssen wir Ihnen sofort weitergeben, weil wir immer bemüht sind, unseren Lesern alle nützlichen Umwelt-Tipps zukommen zu lassen: Ein Bürgermeisteramt in den Niederlanden empfiehlt seinen Bürgern, möglichst beim Duschen zu pinkeln. So lasse sich übers Jahr eine enorme Menge Wasser sparen, heisst es. Der für Umwelt zuständige Stadtrat Bert Wassink versicherte jetzt der Tageszeitung „AD“, er habe mit dieser Praxis selbst begonnen, um „beispielhaft voran zu gehen“.

„Wenn man das Duschen und Urinieren kombiniert“, so der Stadrat von Hunze (Kreis Drenthe im Norden der Niederlande) gegenüber der Presse, „verbraucht man viel weniger Wasser und spart Geld. Also warum nicht?“ – Die Niederländer verbrauchten pro Person täglich 39 Liter Wasser in derDusche und spülen 36 Liter durch die Toilette. Das will die Umweltinitiative des Bürgermeisteramtes nun drosseln, in dem beide Tätigkeiten sozusagen zu einer Koproduktion vereinigt werden. Bert Wassink: „Beim Duschen pinkeln spart viel Trinkwasser pro Jahr und die Umwelt dankt es.“

Anm. d. Red.: Ob es den selben positiven Umwelt-Effekt hat, wenn man beim Pinkeln duscht, war übrigens aus der Zeitungsmeldung nicht zu erfahren. Aber wir bleiben dran …

Weit weniger amüsant:
* Brüssel will Wasserversorgung europaweit privatisieren

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55 Kommentare zu “Umwelt-Tipps: In die Dusche pinkeln hilft Wasser sparen

  1. mae sagt:

    Das macht doch Sinn. Fehlt noch der Hinweis, dass man nicht nach jedem ‚kleinen Geschäft‘ die Spülung zu ziehen braucht – spart auch Wasser. Zumindest des Nachts wäre das auch sehr nachbarfreundlich. Andererseits ist es auch wieder wurscht, da es so oder so den Fluss hinab strömt – egal, ob über unsere Klospülungen zwischengeleitet oder nicht.
    Zudem spülen viele Stadtwerke deutscher Großstädte ihre Leitungen regelmäßig durch, da durch die gestiegene Zahl der Einpersonenhaushalte, Waschmaschinen o.ä. mit Sparfunktion etc. der geringer gewordene Wasserdurchlauf nicht den notwendigen Reinigungseffekt liefert.
    So oder so – man handelt richtig und falsch zugleich.

    • Überlege Dir mal diesen Schwachsinn:
      Die Preise für das Wasser werden immer weiter hoch getrieben, was die Menschen dazu treibt, immer weniger Wasser verbrauchen zu können. Nun beschweren sich die Wasserbetriebe, dass zuwenig Wasser die Abflussrohre hinunterfließt und die sich darum nicht ausreichend reinigen (besonders im OSTEN!), weshalb sie das teuer selbst machen müssen, indem sie die Rohre öfter durchspülen müssen.
      Dafür müssen nun bestimmt die Wasserpreise angehoben werden, was dazu führt….

      Es ist nichts so widersinnig, dass es nicht als Grund herhalten könnte, die Preise immer weiter und immer weiter zu erhöhen! Ich nenne das „des Wahnsinns fette Beute“
      Ich gehe davon aus, dass es den Menschen irgendwann einfach reicht, ständig dermaßen ver*scht zu werden!

      • mae sagt:

        Da können die Wasserwerke ja nichts dafür, die Bevölkerungsentwicklung ist schuld. Vor 40 Jahren lebten in einer Zweizimmerwohnung im Schnitt 4 Personen, jetzt sind es eine oder zwei mit entsprechend niedrigerem Wasserverbrauch. Gut wäre es immerhin, wenn zum Durchspülen der Rohre direktes Regenwasser und nicht gereinigtes Trinkwasser verwendet würde.
        Ansonsten heißt es: Kinder in die Welt setzen 🙂

        • Vielleicht wäre es besser, eine Politik zu gestalten, die Familien erhält und attraktiv macht?
          Aber intakte Familien (= Zusammenhalt) ist den Herrschenden hinderlich. Atomisierte Einzelwesen sind besser und leichter zu beherrschen und zu zerbrechen.
          Es hat schon alles seinen Sinn!

    • Ernesto sagt:

      Hmmm, wenn man das kleine Gitter aus dem Abfluss entfernt…

      • matrixsun sagt:

        Ha ha ha …… stimmt …… dann passt auch noch eine wurst rein …., dann können wir uns das ganze klowasser sparren und das klo noch gleich dazu.

        ob der typ wohl schon mal seine dusche selber geputzt hat ?

    • Sydney sagt:

      @ Fehlt noch der Hinweis, dass man nicht nach jedem ‘kleinen Geschäft’ die Spülung zu ziehen braucht @

      So ein Vorschlag kam schon mal aus England.
      Ein anderer kam von einer grenzdebilen Sängerin, wer war es noch gleich ?
      Reiche ich nach wenn es mir wieder einfällt.
      Man solle nur noch > ein < Blatt < Papier benutzen…..

      Es ist wirklich grotesk, das wir mit Riesenschritten in die Steinzeit zurückrennen und viele begeistert mitmachen..
      All diese abstrusen Sparvorschläge der letzten Jahre, die Sachen des täglichen Lebens die problemlos funktioniert haben in eine Farce verwandeln und auch meistens eklig daherkommen..

      Jetzt noch das mit der der Dusche. Haltet die Welt an, ich will aussteigen.

      • Herr Schibulski sagt:

        @ Fehlt noch der Hinweis, dass man nicht nach jedem ‘kleinen Geschäft’ die Spülung zu ziehen braucht @

        In Australien ist das relativ normal, allerdings kann man sich schon Fragen ob das im wasserreichen Europa wirklich notwendig ist.

  2. Robin Urban sagt:

    Soll auch gegen Fußpilz und Warzen helfen. Hat meine Oma immer gesagt, auch wenn ich sie auf Knien angefleht habe, endlich ruhig zu sein.

  3. Katinka sagt:

    Oh, oh ! Hier spricht die Oma ! – Wie das mit Warzen ist, weiß ich nicht. Aber bei Fußpilz hilft es wirklich und wahrhaftig – ist auf jeden Fall besser, als wenn Ihr Euch eine Chemiebombe zwischen die Zehen schmiert. Hört auf den guten Rat der weisen Ahnfrau !

  4. fischi sagt:

    Das geht aber bloß heimlich, wenn die Wasserwerke davon Wind bekommen muß unbedingt ein Wasserzähler dazwischengeschaltet werden.
    Schließlich haben wir in Deutschland Anschlußzwang.

  5. WsdV sagt:

    Dann mache ich mal weiter. Warum nicht gleich zum Düngen auf das Feld kippen? – In einem Beitrag(Film) eines „Aussteigers“ sah ich, dass er dies so betreibt. In einem Eimer sammelt er sein Urin, ob die anderen Absonderungen dabei sind, weiß ich nicht. Spart Wasser und düngt. Die Ziegen fressen dann das Gras. 😉

    Gespült hat er mit einer Wasser-Molkemischung, mit noch etwas anderem drin. Interessant wie er dies begründet war es alle mal. Der Name des Films fällt mir jetzt nicht mehr ein.

    Für ein weit aus größeres Problem halte ich die Medikamentenrückstände, Industrieabwässer, Kühlwasser aus Atomkraftwerken etc. da ist so einiges im argen, aber so langsam quillt auch diese Schei…, dieser Mist ans Tageslicht, jedenfalls bei uns. Grundwasser ist stark belastet. Wenn jetzt „Fracking“ betrieben wird, dann gute nackt, Asse und co. lässt grüßen. Einfach Grauenhaft.

    Zurück zu deinem Beitrag. Ich sehe es auch als wichtiges Thema an, Wasser „sparen“, ja! Nur bitte keine Privatisierung! Wasser ist ein Menschenrecht und deshalb gehört es meiner Ansicht nach nicht in privater Hand, wobei dies jetzt auch schon der Fall ist. Wir wissen, welcher Unfug schon jetzt betrieben wird z.B. von Nestlé (Film: Bottled Life).

    Es lässt sich viel dazu schreiben, aufgehalten wird es auf der Straße. Ich bin mir sicher, das ganze System wird es bis ins absurdeste und extremste Treiben und dem Bürger immer mehr Eigenständigkeit abnehmen. Die Einrichtung dazu sind installiert und die Gesetze wurden und werden dazu geschaffen.

    • mae sagt:

      das Video über Bauer Gottfried findet man hier:

      sehr interessante Doku

      • WsdV sagt:

        Was ich (manchmal) so in einem Text für Wörter unterbringe: „…gute nackt.“ 😀

        Danke für den Link!

        Ich fand diesen Bauern durchaus interessant, eine gewisse Skepsis in Bezug auf seine Denkweise kann ich nicht ablegen. Aber hey, wir haben alle unsere Eigenarten… 😉 Was ich mich frag, warum verwendet er Plastik in seiner Wohnung, wo er doch so klar für eine „natürliche“ Lebensweise ist.Manchmal fragte ich mich im Film, wie viele Personen es wirklich gibt, in diesem Bauern. 😉

        • mae sagt:

          Er ist schon etwas schrullig und ich vermute, dass sein Körpergeruch auch nicht jederfrau[sic!]s Sache ist. Aber er wirkt sehr ehrlich, gerade weil er ja auch anspricht, dass er nur deshalb so leben kann, weil er primär seinen recht weitläufigen Hof geerbt hat. Und tolerant ist er ja auch, das sieht man an seiner Mitbewohnerin im Seitenflügel, die ja anscheinend eher konventionell lebt. Beeindruckender Mensch.

  6. Sabine sagt:

    Also ich kenne den Spot von der brasilianische Umweltorganisation SOS Mata Atlantica. Das war eine Kampagne unter dem Motto „Xixi no Banho“ (Pinkelt beim Duschen), um auf diese Weise Wasser zu sparen. http://www.youtube.com/watch?v=XZ_DNc1zbxI

  7. Ich glaube ich bekomme noch ein Schleudertrauma – über soviel Koppschütteln zu den vielen ach so tollen Ideen und Vorschlägen… Ich dachte, grotesker gehts nicht mehr, aber es geht immer noch einen Zahn schärfer…

  8. Don Furioso sagt:

    Eine wiklich Intelligente Lösung durfte ich in Japan bewundern. Bevor der Spültank neu aufgefüllt wird, kann man das Frischwasser zum Händewasche nutzen. Erst dieses verbrauchte Wasser füllt dann den Tank. Aber vielleicht schlägt der Bürgermeister auch vor, vom Händewaschen abzusehen.

  9. Hessenhenker sagt:

    Hab es bei twitter beantwortet mit:
    Ernährungs-Tipp: In den Kochtopf scheißen hilft Fast-Food-sparen.

  10. Hessenhenker sagt:

    Aber im Ernst, wissen die denn nicht daß die Stadtwerke da die Kanalisation immer mal fluten müssen, damit alles abläuft?
    Wenn die Leute nichts mehr spülen, um zu sparen, wird es „da unten“ lebendig.

    • Ernesto sagt:

      Nicht nur lebendig, die Konzentration von allen möglichen Chemikalien steigt bedrohlich an, und es bilden sich gefährliche Gase. Das führt dazu, dass das Rohleitungssystem schneller verottet und die Sanierungskosten explodieren. Diesen Effekt beobachten die zuständigen Behörden verstärkt in den Wohngebieten, weil dort die Bürger (aus technischer Sicht) zuviel Wasser sparen. Ganz offensichtlich ist auch hier ein Gleichgewicht notwendig.

      • Diesen Effekt beobachten die zuständigen Behörden verstärkt in den Wohngebieten, weil dort die Bürger (aus technischer Sicht) zuviel Wasser sparen

        Warum ist das so?

        • Ernesto sagt:

          Weil zum einen die Bürger Geld und Resourcen sparen wollen (und müssen) und die Entwicklung der Technik sich daran anpasst. Waschmaschinen brauchen weniger Wasser, etc. Ist ja auch gut und richtig so. Wenn viele das gleichzeitig tun, entstehen halt manchmal unerwünschte Nebeneffekte die man möglicherweise nicht so vorhersehen konnte. Dann muss man eben Lösungen finden.
          Wenn ich also meine Wäsche nur noch bei 30 Grad wasche, muss ich eventuel etwas gegen Bakterien und Keime tun. Auch so ein Nebeneffekt. Früher hatte man regelmäßig Kochwäsche und an der Stelle kein Problem.

          • Ergo sind die ständigen Tarif-Erhöhungen schlicht kontraproduktiv!
            Sie bewirken das Gegenteil von dem, was als Grund angeben wurde, dass sie bewirken sollten.
            Das ist gesamtgesellschaftlicher Irrsin.

  11. Peter sagt:

    „Jedesmal wenn wir die Wasserspülung betätigen, im Glauben, eine hygienische Handlung zu vollziehen, verstoßen wir gegen kosmische Gesetze, denn in Wahrheit ist es eine gottlose Tat, eine frevelhafte Geste des Todes.“

    Hundertwasser

  12. Bonsta sagt:

    Warum sollten wir in unseren Breitengraden überhaupt Wasser sparen? Was nützt es einem Beduinen, ob sie in Holland in die Dusche pinkeln? Oder hört es in England auf zu regnen, wenn man dort Wasser spart?

    Das will mir bis heute nicht einleuchten. Was soll dieser Wassersparwahn in Gegenden, wo einem das Zeugs ununterbrochen auf den Kopf prasselt? Ich habe mich mit der Thematik „Wasser sparen“ nie wirklich auseinandergesetzt, aber allein mein Gefühl sagt mir, dass auch hier irgendwas nicht stimmt. Ich glaube hier soll ein ganz anderes Problem vertuscht werden. Der mit Abstand größte Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft, aber das hat nichts damit zu tun, warum so viele Menschen Hunger leiden müssen.

    • Uhupardo sagt:

      Das kann einem auch nicht einleuchten, Bonsta. Wenn in Spanien Wasser gespart wird, ist das in den meisten Regionen sehr sinnvoll, aber in Deutschland? Da bauen sich Zehntausende eine Regenwasserzisterne und ersetzen das Grundwasser (Regenwasser aus dem Boden) durch Regenwasser vom Himmel, um Wasser zu sparen? Komplett sinnlos und überdies schädlich, weil der Bau der Zisterne ausserdem Energien und Ressourcen frisst. Solche Beispiele gäbe es reichlich. Solange Wasser nicht über grosse Strecken transportierbar ist, ist die Wassersparerei in Deutschland und anderen regenreichen Ländern wenig sinnvoll.

      • mae sagt:

        Und noch eine Anmerkung: Mich wunderte es sowieso, dass ausgerechnet in den – gefühlt halb aufgeweichten – Niederlanden diese Problematik thematisiert wird.
        Ich habe mal ein halbes Jahr in DenHaag gelebt. Dort muss es nur ein bisschen regnen und schon läuft man in den Parks quasi auf dem Grundwasser. Ist ja alles unter dem Meeresspiegel gelegen und die Böden werden ständig künstlich abgepumpt. Wasser hat es da definitiv genug – wobei die Symbolik ‚an sich‘, also gegen Verschwendung vorzugehen, ja ok ist.
        Besser sollten die da mal alle Häuser auf Doppelverglasung umrüsten, das spart Energiekosten und schont Ressourcen.

        • Bonsta sagt:

          Ja, man wundert sich über vieles. Offenbar ist es so, dass ab einem gewissen Punkt, niemand mehr hinterfragt. Da kommt eine Art neuer Trend auf – in Deutschland ging das min. schon vor 10 Jahren los – den greifen dann wahrscheinlich irgendwelche Apostel auf und wenn da nicht sofort massiv interveniert wird, werden solche Geschichten nicht mehr hinterfragt und werden damit irgendwann zur Wahrheit. Manchmal sind es relative Belanglosigkeiten, manchmal haben diese Mythen schwerwiegende Folgen.

          Ich glaube beim Wasser spielt die Symbolik schon auch eine Rolle, warum sich dieser Mythos so festsetzen konnte. Im Zusammenspiel mit der Thematik des Klimawandels, der auch teilweise seltsame Blüten treibt, und der generellen Problematik der Recourcenknappheit, hat sich das wohl festgesetzt, dass man hierzulande glaubt was Gutes zu tun, wenn man Wasser spart. Und natürlich ist es ein gefundenes Fressen, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, gerade wenn immer mehr die Wasserversorgung privatisiert werden soll. Also ein Interesse, diesen Mythos zu beseitigen, gibt es von dieser Seite her wohl auch nicht.

          Dass natürlich da Wasser gespart werden muss, wo es nicht so viel davon gibt, muss man glaube ich auch kaum jemandem erklären. Um bei meinem Beduinen zu bleiben; würde der das nicht tun, lebte er nicht lange…

          • fischi sagt:

            Natürlich versuche ich auch Wasser zu sparen.
            Das Zeug gibt es schließlich auch nicht umsonst.
            Dazu kommt dann noch Abwasser.
            Allerdings total Paradox wird es das man sogar noch für das Regenwasser bezahlen muß.
            Begründet wird das damit das es mit in den gleichen Kanal geleitet wird wo auch das Abwasser entsorgt wird.
            Da sparen sie so sogar noch das Spülen.
            Ehrlich gesagt gebe ich mein Geld lieber fürs Hobby aus.

            • Bonsta sagt:

              Dann versuchst du nicht Wasser zu sparen, sondern Geld 😉

              Der Trick ist ja, dass uns steigende Wasserpreise als etwas Gutes für die Umwelt verkauft werden, da dadurch jeder (zwangsweise) bewusster mit dem nassen Element umgeht. Steigende Wasserpreise sind jedoch nicht nur nicht gut für die Umwelt, sondern auch schlecht für den Geldbeutel. Wer das aber sagt, wird gleich als Umweltsünder gebranntmarkt, als gewissenloses Monster, dem es zu gut geht und dem es egal ist, dass anderen es nicht so gut haben. Das hat was von Moralapostel und kommt wahrscheinlich gar nicht ursprünglich von denen, die das Mittel bewusst einsetzen, um andere abzuzocken. Denke ich mir so zumindest.

              • fischi sagt:

                „“Dann versuchst du nicht Wasser zu sparen, sondern Geld “

                Ist es nicht in diesem Fall das gleiche?

                • Nee, denn Du kannst Wasser (und Energie, einschließlich Heizen) sparen soviel Du willst, Du zahlst immer jedes Jahr mehr!

                • fischi sagt:

                  Aber was willst du machen, wenn du nicht sparst zahlst du noch mehr.
                  Scheiß System.
                  Das die Energiekosten für viele Menschen demnächst unbezahlbar werden ist doch vorprogrammiert.
                  Aber ich glaube auch das ist doch eine Möglichkeit, dass viele umdenken müssen.

      • Ernesto sagt:

        Ganz genau. Leider ist es sehr schwer dies der breiten Masse verständlich zu machen. „Vorwärts, wir müssen zurück!“ kommt nie gut an…

    • Wasser sparen die meisten Menschen wegen der hohen und weiter steigenden Tarife. Dazu kommt die Propaganda, die Wasserknappheit suggeriert, obwohl es tagelang regnet, regnet, regnet, die Flüsse überlaufen….
      Und diese Hysterie der Wasserknappheit wird geschürt, um die Tarife weiter in die Höhe zu treiben: Je knapper ein Gut (künstlich gemacht) wird, desto teurer ist es. Das ist kapitalistische (Un-)Logik.

      Setzt Du diese Hysterie in den Zusammenhang mit den Vorstößen der Konzern-Eigentümer zur Privatisierung des Wassers, wird noch deutlicher, wohin diese Reise gehen soll. So wir – die Menschen – das nicht verhindern.

      • Bonsta sagt:

        Dem müsste man wirklich Mal auf den Grund gehen. Wie und wann fing das an? Ich meine min. vor 10-15 Jahren. Da gab es aber noch keine privaten Versorger, zumindest nicht in Deutschland.

        • Nach meinem Wissen fing es mit der Annektion der DDR und auf deren Territorium an, als den Gemeinden unnötig teure und große Kläranlagen und Wasseraufbereitungsanlagen aufgeschwatzt wurden, die de facto gar nicht nötig waren. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Preis-Spirale und die „Privatisierungs-Welle“ in Gang gesetzt!

          • fischi sagt:

            Ja, genau so war es.
            Gleich nach der Wende wurden viel zu große Kläranlagen für eine später drastisch sinkende Einwohnerzahl gebaut.
            Die Architekten und dir Baufirmen kamen natürlich aus dem Westen und die überhöhten Kosten bezahlen wir immer noch.

        • bei uns Wessis ging die Privatisierungswelle schon vor der Wende los.
          Wäre es anders gewesen hätten wir Wessis euch Ossis niemals so ausgeschlachtet, dass hätte einfach nicht in die herrschende Realität gepasst.
          Dass geht immer einher mit dem tendenziellem Fall der Profitrate(1970/80) der Kapitalist sucht immer nach profitablen Anlagemöglichkeiten. Findet der Kapitalist diese nicht mehr ausreichend in der Realwirtschaft, dann sucht der und sucht….
          Damit endet dann auch das Gedönze vom sozial partnerschaftlichem eiapopeia. So schön einfach kann die Welt sein.
          Wo zum Henker habt ihr die blauen Bücher vergraben?
          Also ehrlich von meinen ehemaligen Todfeinden die mir ständig
          vor meiner Haustür aufgelauert haben, hätte ich mehr erwartet…. 🙂

          • Wir sprachen von der Privatisierung der Wasserwerke und der Mär von dem „knappen Wasser“ als Grund für die Tarif-Erhöhungen für das Wasser.

            Mit diesen Privatisierung-Spielchen sollte wohl damals schon die Pleite der westlichen Staaten aufgehalten werden, bzw. ein paar Konzerne und Banken noch mehr Profite machen zuschanzen… Dazu mussten (müssen) die Staaten in den Ruin getrieben werden – sie sind dann so schön erpressbar – und bauen immer mehr soziale Rechte ab, was die Profite steigert. Und nur darum geht es! Bis zum Schluss die offene Diktatur des (Finanz-)Kapitals errichtet ist. Das nennt man auch Faschismus!
            So die Menschen das nicht verhindern!
            Aus der permanenten Systemkrise des Kapitalismus, in der er sich seit den 80iger Jahren befindet gibt es nur zwei Auswege: eine menschliche Gesellschaft ohne Privat-Eigentum an Produktionsmitteln – oder Faschismus und Krieg!
            Jede andere Mär ist Ablenkung. Da hast Du vollkommen recht!

            Mir war bekannt, dass die Propagandisten der BRD zwar tönten, die DDR sei pleite, tatsächlich jedoch war die BRD pleite!

            So ich mich erinnere, ging die „Liberalisierungs-Welle“ (= Privatisierungen der Staats-Eigentümer im großen Stil) mit Magret Thatcher ab 1979 los…

            Und Deine Todfeinde vor Deiner Haustür, die Dir ständig auflauerten, die lernten so etwas in der Schule:

            Ein Zitat von P.J. Dunning (1860), das Karl Marx in einer Fußnote im „Kapital“ bekannt machte, wird oft zur Charakterisierung des Profits gebraucht: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinen Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

            Ach ja, ein Krieg bringt 1.000 und mehr Prozent Profit!

            • Solveigh Calderin
              was sagt man dazu
              jetzt bekomme ich es aber satt gesteckt 🙂 rot anlauf
              Und ich arme Sau musste außerhalb jeglicher schulischer Einrichtung selber büffeln.
              Mit Dir zu schreiben ist wie Monolog führen.
              Aber zurück zum Wasser das ist liquide, hat also ein natürliches Verwandtschaftsverhältnis zum Kapital. Auch die anderen Aggregatzustände kennt das Kapital, wenn auch eher ungern.

              • So ist’s. Siehe oben. Den gasförmigen, sich verflüchtigenden Zustand und den eisigen, später wegschmelzenden, versucht diese Bande durch Kriege nicht nur zu kompensieren.
                Es wird alles pulverisiert, nur um den Profit zu sichern.
                Und damit geht das Kapital schließlich selbst unter:

                „daß die Bourgeoisie unfähig ist, noch länger die herrschende Klasse der Gesellschaft zu bleiben und die Lebensbedingungen ihrer Klasse der Gesellschaft als regelndes Gesetz aufzuzwingen. Sie ist unfähig zu herrschen, weil sie unfähig ist, ihrem Sklaven die Existenz selbst innerhalb seiner Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ernähren muß, statt von ihm ernährt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, d.h., ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft.

                Die wesentliche Bedingung für die Existenz und für die Herrschaft der Bourgeoisklasse ist die Anhäufung des Reichtums in den Händen von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit. Die Lohnarbeit beruht ausschließlich auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser und widerstandsloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.“

                „Die Proletarier dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen!“

                Karl Marx im „Kommunistischen Manifest“ – 1848

                (Proletariat = alle, die ihre Arbeitskraft, ihre Kreativität, ihr Können und Wissen lohnabhängig verkaufen [müssen], um ihr [Über-]Leben zu sichern.)

      • aus Madrid sagt:

        Solveigh Calderin spricht etwas sehr Wichtiges an.

        Worum es geht, bei Privatisierung von Wasserwerken und wie die Menschen zum unterzeichnen dieser für sie selbst schädlichen politischen Entscheidungen verführt werden und zu dem dann externalisierten Profit anderer, Privater, einzelner Individuen, beitragen, „So wir – die Menschen – das nicht verhindern.“ Darum geht es mir und sehr vielen Anderen, wie kann man das verhindern?

        Immer vor Augen halte ich mir, wie Einflussbar Menschen bleiben, sei es über Gleichnisse und Geschichten, oder Figuren und Bilder, auf allen möglichen Gebieten.
        So ist die Hysterie, die Solveigh Calderin nennt, ein sehr gutes Mittel zum Ziel, den Menschen zu suggerieren, sie würden bald kein Wasser mehr bekommen wenn… z.B die Preise nicht erhöht würden.
        Die Verteilung eines Gutes soll über die Preisregulierung geschehen.
        Meiner Meinung nach ist das der Knackpunkt, der in diesem geschichtlichen Moment von den heutigen Feldheblen geheblet sein will, der im kleingedruckten moralischen Beizettel steht, den kaum ein Mensch liest vor dem unterzeichnen:
        Die Regulierung und Verteilung der Ressourcen durch ein Geldsystem und nicht länger durch ein politisches Gesellschaftssystem, mit einem Sprachrecht im Parlament. Oder es war schon lange, längst so, wird heute bloss offensichtlich? Hmmm!

        Fredrik Segerfeldt argumentiert erfolgreich für die Privatisierung der Wasserversorgung und ich empfehle sehr, seine Argumente zu studieren, die seine Behauptung, „Privatisierung rettet Menschenleben“, günstig unterstützen.

        Es ist wichtig und sehr mühsam zu versuchen zu wissen, worum es genau geht bei dem Zusammenspiel Privatisierungsengagement/ parlamentarische Entscheidungen. „Die peinliche Drehtür“ aus dem anderen Uhupardo Artikel. Das es um Geld geht ist klar. Die feinen Mechanismen der Drehtür sind kompliziert.
        Zu Handeln D.h.z.B die Drehtür aus den Angeln zu heben, ist schwieriger, da Bürger entweder der Mohrrübe nachlaufen, oder in ihre Schranken gewiesen verharren.

        Ist es nicht viel erschöpfender einer „an den Stock gebundenen Mohrrübe nachzurennen?“
        Kennt jemand diese Geschichte? Ich kenne sie aus meiner Kindheit, habe nur dieses Bild im Kopf behalten. Damit der Esel sich bewegt, ist eine Mohrrübe an ihm selber festgebunden und er läuft ihr nach.

        Ich habe das Gefühl, die aktuellen Politiker in vielen EU Staaten spielen eine gut bezahlte Rolle des unfähigen Politikers, der eine Situation nicht in Griff bekommt hervorragend gut, denn das ist die Basis für die These: „Politik ist überflüssig“. Gegen Politiker wettern ist ein willkommenes Ventil. „Die Erlöser“ treten mit den selben Fäden in der Hand dann einfach einen Schritt zurück in die zweiten Reihe.

        – Gut gemacht, aber auch ein sehr guter Anhaltspunkt für die Menschen zum Handeln.
        Die Fäden mancher haben sich in der Drehtür dummerweise verheddert…
        Darf ich dann? Die Richtung wechseln und die Möhre ignorieren?

        LG : )

  13. Helmut Josef Weber sagt:

    Etagenwasserzähler übertragen die Bewegung des Turbinenrades, welches sich im Wasserfluss befindet, per Magnet durch eine Messingplatte hindurch, wo wieder ein Magnet auf der Antriebswelle des Zählwerkes befestigt ist.
    So kann bei Bedarf, ohne das Wasser abzustellen, das Zählwerk gewechselt werden.
    Böse Buben bringen ein Magnet in die Nähe der Messingplatte, wo sich auch die beiden Magneten befinden und schon bleibt der Zähler bei Wasserentnahmen stehen oder läuft wesentlich langsamer.
    Was natürlich verboten ist und den Tatbestand des Betruges erfüllt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber
    Gas- Wasser- u- Zentralheizungs-u- Lüftungsbauer-Meister

  14. In die Badewanne pinkeln ist noch effektiver, weil das auch gut für die Haut ist, da der Stoff Urea für viele Hautcremes verwendet wird.

  15. fischi sagt:

    Wenn jemand mal die Wahrheit über diese Dreckskonzerne sagt dann passiert sowas.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18663

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