Redakteur-Protest gegen politische Einflussnahme beim öffentlich-rechtlichen TV

Mehr davon! Viel mehr davon und überall! Der Redakteursrat des österreichischen ORF will parteipolische Personalentscheidung nicht hinnehmen und wehrt sich öffentlich und vehement dagegen. Der Verfassungsgerichtshof wurde jetzt aufgefordert zu prüfen, ob das umstrittene ORF-Gesetz in Teilen verfassungswidrig ist.  Das entsprechende Urteil, das allerdings sicher viele Monate auf sich warten lassen wird, könnte die Regierung dazu zwingen, die Gesetzeslage komplett zu ändern.

Das obige von den Redakteuren privat erstellte Video lässt an Klarheit und Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Ähnliche Aktionen wären in Spanien und Deutschland und vielen anderen Ländern ebenfalls angebracht, um die Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien zu fördern und den Einfluss der Politik zurück zu drängen.

Lesen Sie dazu auch:
* Wie unabhängig sind die Medien wirklich?

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7 Kommentare zu “Redakteur-Protest gegen politische Einflussnahme beim öffentlich-rechtlichen TV

  1. Hester Jonas sagt:

    Cool !, endlich mal wieder eine hoffnungsvolle Nachricht was Medien betrifft *Daumenhoch*

    Bevor allerdings so eine Aktion in der BananenRD geschieht, befürchte ich müssen wohl erst noch viele 100.000 Menschen die Zahlung der Milliardenschwere pauschalen Beitragsabzocke des Verblödungs- und Propagandarundfunks verweigern
    http://online-boykott.de/de/unterschriftenaktion?cdpetitions_limitstart=0

  2. Das Video ist ein Jahr alt. Wie sieht es heute aus?

  3. Hester Jonas sagt:

    lol – na so manch einer in Österreich ist da aber nicht so ganz auf dem Laufenden …

    Zitat eines Kommentars zum obigen Standard Artikel:
    „Regierung-Tröte.

    Der ORF ist weder unabhängig noch seriös. Wer seriösen Nachrichtenservice haben will schaltet auf ARD um. Vorteil davon: dort wird über Österreich nur dann berichtet, wenn es etwas wirklich wichtiges passiert. Berichte über überfahrene Katzen im 10. Wr. Gemeindebezirk finden nicht statt.“

    Wenn gleich ich dazu sagen muss, dass ich auch nicht wirklich weiß wie es insgesamt um deren Medienlandschaft bestellt ist, und in wie weit dort auch noch guter und investigativer Journalismus gewährleistet ist, oder gefördert wird.

    • Uhupardo sagt:

      „Wenn gleich ich dazu sagen muss, dass ich auch nicht wirklich weiß wie es insgesamt um deren Medienlandschaft bestellt ist, und in wie weit dort auch noch guter und investigativer Journalismus gewährleistet ist, oder gefördert wird.“

      Seien Sie versichert, dass Österreich in der Hinsicht deutlich schlimmer ist als Deutschland. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen (die Wiener Stadtzeitung „Falter“ zum Beispiel) liegt der Pressestandard noch spürbar unter dem deutschen. Abgesehen davon, dass Europas schlimmste Gazette (Kronenzeitung) sowieso die Szene (und 50 Prozent aller Zeitungsleser) beherrscht.

      • fischi sagt:

        Da ich ziemlich oft 3sat anhabe sehe ich dann auch meist die Zip2.
        Deswegen kann ich die Meinung,s das die ARD die besseren Nachrichten hat nicht bestätigen.
        Bloß das sie mehr Nachrichten aus der ganzen Welt bringen, die dann meist noch auf Linie gebracht sind, nee da kann ich nicht erkennen, was da besser sein soll.
        Allerdings war die Zib2 auch schon mal kritischer.
        Was will man von den Staatsmedien in den beiden neoliberalen Ländern erwarten.
        Das nähert sich alles den Zuständen in der DDR an.

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