Granero darf gehen – Sahin „unverkäuflich“ – Fragezeichen hinter Kaká

Esteban Granero ist nie richtig glücklich geworden in Madrid, seitdem er von Getafe „zurück nach Hause“ gekommen war. Trotz eines besonders guten Verhältnisses zu Trainer José Mourinho bekam er kaum Spielzeit. Die Konkurrenz im eigenen Team ist bei Real Madrid eben doch noch einen Tick stärker als woanders.
El Pirata könnte schon im Januar die Koffer packen.

Defensiv nicht physisch genug und offensiv nicht explosiv genug, sieht er auch zukünftig wenig Chancen auf Startelf in der spanischen Hauptstadt, besonders seitdem Nuri Sahin verpflichtet wurde. Zwar hat der Ex-Dortmunder auch noch nicht glänzen können nach langer Verletzungspause, doch Granero, der noch bis 2013 unter Vertrag steht, hat die Zeichen der Zeit genau erkannt und Angebote gibt es bereits mehrere.

José Mourinho, der normalerweise allergisch gegen Abgänge in der Winter-Transfer-Periode ist, versteht in diesem Fall die Beweggründe seines Mittelfeldspielers, der u.a. seine eigene Fussball-Akademie betreibt. Er signalisierte Granero die Bereitschaft, den Spieler ziehen zu lassen, wenn es eine entsprechende, für alle Seiten zufriedenstellende Möglichkeit gibt. Im kommenden Sommer, zur Not aber auch schon im Januar, lautet die Ausnahme-Erlaubnis.
Die Vereinsleitung von Real Madrid erwartet viel von Nuri Sahin.
Der Ex-Dortmunder soll in der Rückrunde zeigen, wer er wirklich ist.

Nuri Sahin will man dagegen unter keinen Umständen abgeben. Der Deutschtürke hat bisher zwar nur ein einem einzigen Spiel kurz vor der Winterpause eine ansprechende Leistung zeigen können, doch „brauchen wir Sahin unbedingt, spätestens wenn Xabi Alonso aus irgendwelchen Gründen nicht auflaufen kann“, lautet die klare Ansage im Bernabeu, wo man auf kontinuierliche Leistungssteigerung des Mittelfeld-Regisseurs in der Rückrunde hofft.

Nicht ganz so klar sind die Dinge, was Kaká angeht. Der Brasilianer ist das aktuelle Objekt der Begierde des Pariser Clubs Saint-Germain (PSG). Der neue Trainer Ancelotti ist ebenso heiss auf den Star wie die Marketingabteilung des Vereins, bei dem Geld neuerdings kaum noch eine Rolle spielt. Im Bernabeu ist die Meinung so verhalten wie gespalten. Während Präsident Florentino Pérez eher an Kaká festhalten möchte, sehen andere nüchterne Zahlen: „Wenn man einen Star mit 30 Jahren zu einem guten Preis verkaufen kann, soll man es tun, bevor es zu spät ist.“

 

Keinesfalls im Januar, aber vielleicht im Sommer könnte dieses Argument entscheiden und den noch bis 2015 laufenden Vertrag vorzeitig beenden. Allerdings müssten dann deutlich mehr als 35 Millionen Euro aus Paris in die spanische Hauptstadt transferiert werden. Wirtschaftliches wird jedoch nicht allein entscheiden, denn Kaká sorgt in Madrid selbst für erhebliche Einnahmen, die selbst einen guten Verkaufspreis längst nicht so attraktiv machen wie in anderen Fällen (50% aller seiner Marketing-Einnahmen fliessen an Real Madrid).

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