Union stimmt zu: Gauck wird Bundespräsident

 

Nach anfänglicher strikter Ablehung stimmte die CDU/CSU nach einhelligen Medienberichten nun doch zu: Joachim Gauck wird Bundespräsident. Damit ist das Tauziehen zu Ende. Bei der Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten war es vorher am Sonntag zu einem Eklat innerhalb der schwarz-gelben Koalition gekommen. Das FDP-Präsidium hatte „als Meinungsbild“ einstimmig beschlossen, Gauck solle Kandidat für die Nachfolge des am Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Wulff sein. Weil die Union weiter schachern wollte, verliessen der FDP-Vorsitzende Rösler und der FDP-Fraktionsvorsitzende Brüderle am Nachmittag wütend die Besprechung im Kanzleramt. In der Union war ebenfalls Groll, denn die FDP habe „auf Konfrontation“ gesetzt, eine handfeste Koalitionskrise provoziert.

Am Ende einigten sich die Regierungsparteien am Abend nun doch: Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck soll´s machen. Merkel musste eingestehen, dass sie vor zwei Jahren einen Fehler gemacht hatte. Jetzt wird man schnell ein neues Thema erfinden müssen, um die kleinbürgerlichen Aufgeregtheiten zu kanalisieren, sonst beschäftigen sich die Menschen noch mit Wichtigerem.

* Lesen Sie dazu auch:
Der Stasi-Begünstigte Joachim Gauck

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11 Kommentare zu “Union stimmt zu: Gauck wird Bundespräsident

  1. Murksel sagt:

    So, nun ist es wohl amtlich Gauck wird Präsident.
    Wenn die Info stimmt die ich gelesen habe, dann hat er schon versichert den ESM zu unterschreiben.
    Also war u.U. Merkels Ziel (wahrscheinlich auf betreiben ihres Führungsoffiziers Ackermann) Wulff aus diesem Grund abzusägen und Gauck in dieses Amt zu hieven. Und in diesen beiden Fällen hat sie es erfolgreich so hingedreht , dass (fast) jeder denkt sie habe nichts damit zu tun.
    Nach den neusten Infos aus dem Netz kann man nur sagen Korrupti löst Korrupti ab.
    Oder auch Stasi nun unter sich (IM Erika und IM Larve)

    • uhupardo sagt:

      Nun mal langsam, man sollte einem Gauck, der noch nicht einmal gewählt ist, die Chance geben, seine Fehler selbst zu machen, statt sie schon vorher festzuschreiben. Für Kritik ist nachher auch noch Zeit.

      • almabu sagt:

        Das ist richtig, wenn er denn gewählt wird was ich befürchte, aber es ist natürlich vollkommen legal, ihn nicht für den geeigneten, den richtigen Mann füe das Amt zu halten!

        Wulff war ein kleingeistiger „Geiz-ist-geil-Schmarotzer“ und ein Groupie reicher Freunde. Von Gauck gibt’s ja bekanntlich ähnliche Bilder, mit dem kleinen Unterschied, dass er darauf „angeschickert“ wirkt, im Gegensatz zu Wulff! Ist das wirklich ein Vorteil? Noch wichtiger aber ist, dass er, Gauck, sich für einen politischen Kopf und eine moralische Instanz hält, die er nicht ist!
        Von den gegen ihn angeführten Stasi-Kontakten und seiner Rolle zwischen Evangelischer Kirche, SED-Staat, Stasi und DDR-Bevölkerung erwarte ich dagegen keine Überraschungen mehr. Dafür ist hat er zu lange als Chef der Gauck-Behörde Zeit für seine eigene Reinwaschung gehabt! Da müsste er schon saublöd sein, wenn da noch was gefunden werden sollte?

  2. Herr Gauck war nie ein „Bürgerrechtler“, aber als „Stasijäger“ war er Klasse!

    Gute Nacht, Deutschland mit so einem Präsidenten!

    Und die „Beliebtheit“ ist doch gemacht worden! Genau wie damals der Gutte Berg so „beliebt“ gemacht wurde…

    Wie stark kann ein Amt noch beschädigt werden? Dem Herrn, der die „Stasi“ so toll gejagt hat, dass noch heute bei jedem unliebsamen Politiker die Stasi-Karte gezogen wird, wird übrigens vorgeworfen, selbst in der Stasi „beschäftigt“ gewesen zu sein…

    Ein solcher Mensch, ein solcher Opportunist macht ALLES mit. Da gebe ich dem Murksel durchaus recht.

    Mit ist übel.

    • uhupardo sagt:

      Was haben wir denn nun erwartet, Solveigh? Dass mit parteiübergreifendem Konsens ein Revolutionär ausgerechnet zum Bundespräsidenten gewählt wird? Im Ernst? Präsident unterschreibt, repräsentiert und macht überall einen guten Eindruck. Wenn er ganz lieb ist, darf er irgendwann sogar mal in einer Ruck-Rede „Moral“ einfordern. Wie immer. War sonst noch was? Gibt es nichts Wichtigeres?

      • Hast ja recht, uhupardo.

        Was mir so übel aufstößt ist ja gerade DAS: Er repräsentiert diese BRD perfekt.

      • P.S. Ich nehme mir im Netz das „Du“ heraus. Das habe ich aus der englischen Sprache übernommen, die keinen Unterschied zwischen „Du“ und „Sie“ kennt. Und dennoch schließt das keine Respektlosigkeit ein… 🙂 Wenn Dir das unangenehm ist, kann ich aber natürlich gern „Sie“ schreiben. In diesem Fall bitte ich mein „Du“ zu verzeihen.

      • donfurioso sagt:

        In der Tat geht gerade ein Ruck durch’s Land – ein Rechtsruck! Und ja, es gibt Wichtigeres – davon soll ja abgelenkt werden. Bald mit einem großen Sportereignis in London, vielleicht noch Krieg. Hauptsache, die Machtstrukturen werden nicht infrage gestellt.

  3. […] “Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck soll´s machen. Merkel musste eingestehen, dass sie vor zwei Jahren einen Fehler gemacht hatte. Jetzt wird man schnell ein neues Thema erfinden müssen, um die kleinbürgerlichen Aufgeregtheiten zu kanalisieren, sonst beschäftigen sich die Menschen noch mit Wichtigerem.” (uhupardo am 19.2.2012) […]

  4. antagonistica84 sagt:

    Soviel Selbstverleugnung und Lebenslüge scheint einem Opportunisten reinsten Wassers
    eher nicht zu schaden.Jeder Kleinganove besitzt einen höheren Ehrenkodex als dieser Lump.
    Nun hat das MfS die finale pole position erklommen.Kanzleramtstopspion Guillaume-Adlatus von
    Willy Brandt-rotiert derweilen neidvoll in seiner Gruft.Die Stasi hat seinerzeit Biographien zer-
    stört,Gauck nicht minder.Matthias

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