Das grundsätzliche Problem liegt eben nicht im Geldsystem

Eine völlig richtige Analyse! Mit einem entscheidenden Irrtum: Die Lösung liegt nicht im Geldsystem (allein) sondern im Finanzsystem und in der Verteilung von Geld. Im Bandbreitenmodell nimmt die Geldkritik deswegen keinen nennenswerten Raum ein, weil dies und dies die Probleme besser und gründlicher regeln. Die Geldmarktkritiker machen es sich zu einfach (weil einfach eben so einfach ist) und haben das grundsätzliche Problem nicht verstanden.

Grundsätzliches zum Thema gibt es hier: Klick

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39 Kommentare zu “Das grundsätzliche Problem liegt eben nicht im Geldsystem

  1. Sven Boernsen sagt:

    Ich zitiere aus diesem schönen Konzept: „Fazit: Nur wer mindestens acht Mitarbeiter pro Umsatzmillion (im Inland) beschäftigt, wird seine Produkte konkurrenzfähig verkaufen können. Das gilt für alle Unternehmen, die in Deutschland Geschäfte machen wollen!“

    Neugründungen, die auf Arbeit und Fleiss des Gründers aufbauen, werden in dieser pseudo-sozialistischen Bürokratie kaum entstehen und die Positionierung im internationalen Wettbewerb dürfte sich auch nicht unbedingt verbessern.

    • uhupardo sagt:

      Das konkrete Gegenteil ist richtig. Existenzgründer, die heute keine Chance auf Bankkredite haben, können durch das BBM problemlos einen gut bezahlten Arbeitsplatz finden, aus dem heraus sie ein relativ hohes Startkapital ansparen können. Umsätze bis 250.000 Euro fallen nicht unter das BBM.

      Den Rest gibt´s hier: http://bandbreitenmodell.de/unternehmer

      Auf den Nonsense der“pseudo-sozialistischen Bürokratie“ muss man nicht eingehen, weil das BBM erstens nicht sozialistisch ist und zweitens den allergrössten Teil der Bürokratie mit einem Schlag abschafft.

  2. Nermin sagt:

    Ja, die Lösung liegt in der richtigen Verteilung von Geld. Bevor man aber hingeht und zig Regeln zur Vermögensbeschränkung oder zu Überwachung über Einhaltung von Finanzmarktregeln ins
    Leben ruft (die dann wieder nicht eingehalten werden und neue Behörden zu Überwachung von Überwachung mit sich bringen), ist es sinnvoller ein Geldsystem zu haben das Spekulationen einfach unmöglich macht. Fließendes Geld bestraft das horten und anhäufen großer Vermögen, belohnt die fleißigen, schützt die schwächsten und lässt auf lange Sicht die „SuperMegaTollenMultiMilliardäre“ als asoziale Mitglieder der Geselschaft aussehen, was sie ja auch sind. Es ist höchste Zeit.

    • uhupardo sagt:

      Obwohl Sie das nicht einmal angeführt haben: Selbst wenn Sie das Fliessgeld mit einer Bodenreform begleiten, wie verhindern Sie, dass das grosse Kapital dann in Unternehmensbeteiligungen strömt, um nur eine Frage aufzuwerfen?
      https://uhupardo.wordpress.com/2012/02/01/der-tag-nach-dem-crash-ist-freigeld-wirklich-die-losung/

      • Nermin sagt:

        Es setzt natürlich voraus dass man die Scheuklappen ablegt und versucht die „Wachstum über alles“-Denke zu hinterfragen. Wachstum in unserer heutigen Welt muss Jahr für Jahr erwirtschaftet werden, nur um die laufenden Zinsen und Zinseszinsen bedienen zu können – alle anderen Gründe sind sekundär. Das „große Kapital“ hat sich ohnehin in den größten Unternehmen eingekauft, zehrt von dem was Jahr für Jahr von den Belegschaften erwirtschaftet wird und verschanzt sich in den Kapitalsammelbecken Schweiz, Kaymans, Liechtenstein usw… Deswegen muss immer mehr, billiger, effizienter produziert werden – die Zinseszinskurve steigt aber exponentiell, was Unternehmen nicht können – der Crash ist aus diesem Grund unausweichlich.
        Fließendes Geld würde genau diese Problematik des „leistungsloses Einkommens“ lösen, denn es würde ALLE zwingen, das Geld zu bewegen. Unternehmensanteile kaufen zu wollen, würde nicht mehr bedeuten „ich lasse mein Geld für mich arbeiten“ wenn die Unternehmen (nicht mehr unter Wachstumszwang) wieder mehr Geld in die Entwicklung neuer Produkte oder die Schulung ihrer Mitarbeiter stecken würden (bspw.). Die Superreichen könnten vielleicht noch Jahrzehnte, manche sogar Jahrhunderte vom angehäuften Kapital gut leben, irgendwann wäre aber der Berg geschmolzen. Ihre Nachkommen hätten nicht so wie heute eine Tochter der Familie Quandt jeden Morgen beim Aufwachen 650000,- € mehr auf dem Konto, ohne jemals irgendeine Gegenleistung dafür erbracht zu haben. 650000,- € die wohlgemerkt an einer anderen stelle fehlen. Wenn dieser Wahnsinnsmechanismus gestoppt wurde, regelt sich vieles wie von selbst.
        Andererseits würde Negativzins einen Boom an Aufträgen auslösen, man müsste sich dann eher um die Problematik der Umweltbelastung den Kopf zerbrechen – Umweltfreundliche Technologien müssten forciert werden. Wer mag, kann sein Wissen über unser Geldsystem hier vertiefen: http://krz.ch/ON_C

      • fakeraol sagt:

        Natürlich gehört dazu neben der Reform des Geldsystems auch die Reform nicht nur der Bodenbesitzverhältnisse, sondern jeglicher Resourcen der Erde, Rohstoffe, Wasser, etc.

        Ihrer Frage entnehme ich, das Sie die Konsequenz einer Geldsystemreform nicht vollständig erfasst haben:
        Damit das Kapital in Unternehmensbeteiligungen „strömen“ kann, muss ein Bedarf dafür da sein. Damit irgendetwas irgendwohin strömen kann, braucht es ein Gefälle, eine sogenannte „Senke“, in die etwas strömen kann.
        Nun findet das „Kapital“ aber in der Wirtschaft nicht mehr die gleichen Bedingungen vor, wie vor der Geldsystemreform. Konkret müssen Unternehmen keine über der Umlaufgebühr liegenden Kapitalkosten mehr akzeptieren. Wenn der Kapitalbesitzer mehr als die Umlaufgefbühr erstattet haben will, holt sich das Unternehmen das Geld halt direkt bei der Bank. Banken konkurieren nicht mehr um die höhe des Zinses, sondern nur noch um die Höhe der Bearbeitungsgebühren für die Ausfertigung eines Kreditvertrages, für die Schreibarbeit unabhängig von der Höhe des Kredites. Banken sind dann Dienstleistungsunternehmen, nicht mehr eine „Lizenz zum Geld drucken“. Sie verlöieren ihre wirtschaftsbeherrschende Stellung.
        Die Konsequenz der Geldsystemreform ist, das Kapitalbesitzer keine Anlagemöglichkeiten mehr oberhalb der Umlaufgebühr finden, weshalb ihre einzige Mögliuchkeit ist, das Geld gegen Erstattung der Umlaufgebühr an jemanden zu verleihen (ohne netto einen Gewinn zu erzielen), oder es auf ein zinsloses Konto einzuzahlen, um der Umlaufgebühr zu entgehen. Ergo kein Gewinn mehr aus Geldbesitz, „Geld heckt Geld“ gilt nicht mehr, Geld dient nur noch dem Warenaustausch, die kostenneutrale Aufbewahrung in der Bank hebt oder senkt den Wert des (erarbeiteten) Geldes nicht mehr.

        Das grundsätzliche Problem zum Verständnis – nicht nur des „Fiessgeld-Systems“ – auch des BBS ist, das man oft auf den ersten Blick die Reichweite der Veränderungen noch garnicht überblickt und damit aufgrund der (falschen) Annahme weiterbestehender alter Bedingungen das neue System für nicht funktionsfähig hält.

  3. Thomas sagt:

    Solange der Staat in irgendeiner Art die Kontrolle über das Geld hat (Geldmonopol), wird er über kurz oder lang sich an diesem Monopol nähren und mehr Geld in Umlauf bringen, als nötig um mehr Staat zu schaffen als nötig. Egal wie man es nennt, sei es Popp´s fließendes Geld oder andere Alternativen. Solange es ein Monopol auf Geld gibt, wird sich daran nichts ändern.
    Wer sich dazu weiter informieren will, kann gerne als Einstieg in die Thematik die Bücher von Roland Baader zur Hand nehmen.

    • uhupardo sagt:

      Sie reden hoffentlich nicht von dem dieses Jahr verstorbenen Roland Baader, der Marktwirtschaft als einzige Religion gelten lässt?

      • Thomas sagt:

        Oh doch, genau den.
        Marktwirtschaft – also das, was wir bisher nie wirklich hatten – würde solche Exzesse, wie wir sie heute sehen, niemals erzeugen. Gäbe es einen Staat, der die Menschen einfach mal eigenverantwortlich machen ließe, ohne sich bei jeder Gelegenheit ständig regulatorisch einzumischen, würde es keine Blasen und Krisen im großen Stil geben. Erst durch den Eingriff des Staates über Gesetze, Geldpolitik und Subventionen wird der Markt verzerrt und bekommt Anreize, die rein ökonomisch völlig unsinnig sind und zum Aufblähen von Blasen führen. Bestes Beispiel sind die aktuellen Immobilienblasen überall auf der Welt. Auch die Solarbranche wäre heute nicht in Schwierigkeiten, hätten die Firmen sich nicht auf die Subventionen des Staates verlassen.
        Ich schreibe das nicht für Sie, sondern für die Leute, die den Blog lesen. Ich denke nicht, dass ich Sie hier „bekehren“ kann. Aber man sollte sich als interessierter Leser dieses Artikels durchaus auch mit den alternativen Richtungen beschäftigen.
        Regulierung des Staates -egal in welcher Form- kann nicht gut sein und auch nicht funktionieren. Das hat uns allen die Geschichte mehrfach gezeigt in den letzten 100 Jahren. Wir haben alle Systeme durch. Kommunismus, Faschismus etc… Auch die heutige, sogenannte soziale Marktwirtschaft, welche mit echter Marktwirtschaft verdammt wenig zu tun hat.
        Wir haben in der Geschichte alles durchprobiert, nichts hat funktioniert bis auf die freie Marktwirtschaft. (Ja, es gab in der Geschichte viele Perioden, in denen so etwas wie Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Bürger existierte. In denen der jeweilige Staat sich darauf beschränkte, den Leuten einen Zehnt abzunehmen und sich ansonsten weitgehend raus zu halten. Das war fast vollkommene Marktwirtschaft. In der Zeit lebten die Menschen sehr gut damit.)
        Der Staat kann nicht wissen, was für jeden einzelnen von uns gut oder schlecht ist. Das kann nur jeder selbst wissen und sich entsprechend verhalten. Und sowas geht nur, wenn der Staat sich aus Dingen des privaten Lebens seiner Bürger raus hält und sich auf seine Kernaufgaben beschränkt: Den Schutz der Bürger und deren Eigentum. Der Rest – inklusive dem Geld – geht dem Staat nichts an. Zwang kann niemals gut sein für die Menschen.

        Dahin müssen wir zurück, dann funktionierts auch wieder.

        Buchempfehlungen: Baader, Hayek und Mieses.

        • uhupardo sagt:

          Vale, dios mio. 🙂 Diesen Retro-Vortrag lassen wir jetzt mal einfach unkommentiert stehen, glücklicherweise ist die Welt schon drei Schritte weiter. Gibt sicher genug Leute, denen etwas dazu einfällt.

  4. uhupardo sagt:

    Dieser Kommentar stammt von „Alraune ten Veer“ aus einem Forum, das diesen Artikel reproduzierte:

    „Die Geldmarktkritiker machen es sich zu einfach (weil einfach eben so einfach ist) und haben das grundsätzliche Problem nicht verstanden.“

    Darüber schrieb ich ja gerade noch. Es muß einfach sein. Lange Texte und komplexe Gedankengänge und Materie ist abschreckend für den Durchschnittsmenschen. Sobald er nicht mehr versteht und an einem Gedankengang hängen bleibt und nicht mehr folgen kann, wird er das als „Geschwafel“ abtun. Ist ja auch schwer sich einzugestehen das man den Intellekt und die Intelligenz dafür einfach nicht hat ( übrigens zwei verschiedene Dinge die nach Untersuchungen 93% der Menschen nicht mal Differenzieren diese beiden Begriffe)

    Wenn dann jemand kommt und den größten Quatsch erzählt der aber vermeindlich einfach zu verstehen ist, dann schmeichelt das den Leuten so in der Art:“Hey, ich habe den Kern des Problems aller unserer Probleme verstanden!“ Dann ist auch das eigene Ego wieder hergestellt. Denn jeder da draussen hält sich doch für schlau wenn man mal ehrlich ist, aber es trifft nur auf einen ganz ganz kleinen Teil der Menschen zu. Das wissen wir alle.

    Diesen Umstand den machen sie die Mächtigen seit eh und je zu nutze. Die Leute dumm halten und ihnen dann immer wieder einfache Lösungen an die Hand geben die in wirklichkeit immer zu ihrem eigenen Vorteil und zum absoluten Nachteil der Masse ist.

    „Halt du sie dumm, ich halte sie arm“! sagte bekanntlich schon der Kaiser zum Papst ^^

  5. EuroTanic sagt:

    Der Vortragende ist für gemeinsame Eurobonds, was einer gemeinsamen Schuldenknechtschaft gleichkommt. Zahlt der nette Herr auch für die Schulden seines Gartennachbarn, wen der seine Porscheraten oder Hurereien nicht mehr zahlen kann? Wohl kaum. Warum sollen wir dann fürd Schulden anderer zahlen? Oder glauben die hier wirklich, das Griechenland freiwillig für die Schulden Deutschlands zahlen würde? LOL

    • uhupardo sagt:

      Sie (und viele andere) haben nicht verstanden, dass Deutschland die Rechnung mit und ohne Euro-Bonds bezahlt. Ob das Geld aus dem EFSF, dem ESM oder aus der Europäischen Zentralbank stammt – Deutschland hat immer den Hauptanteil daran (was vollkommen in Ordnung ist nach dem Hauptverursacher-Prinzip).

      • EuroTanic sagt:

        Nur wenn man so engstirnig ist und nicht über den System-Tellerrand schauen will. Für mich gilt. Deutschland muss raus aus der EU, raus aus der NATO, raus aus der UN.

        • uhupardo sagt:

          Bravouröser Tellerrrand. Wahrscheinlichkeitsrate liegt bei „Papst kauft Doppelbett bei Ikea“. Aber das mit den Euro Bonds ist jetzt klarer, ja?

  6. EuroTanic sagt:

    Nee, ich zahl nicht für die Schulden anderer. Aus die Maus. 😀

  7. fischi sagt:

    Irgendwie ist es heute lustig hier.
    Einer will den Feudalismus zurück und erkennt nicht das wir sowieso wieder auf dem Weg dahin sind.
    Allerdings hat er bei den Abgaben den zehnten für die Götter vergessen.
    Könnte mir vorstellen für Könige oder Adlige war das bestimmt eine gute Zeit.
    Frau Murksl hat heute von einem Europa der 2 Geschwindigkeiten gesprochen, war das nicht eine Idee von Prof. Sinnlos.
    Das war jetzt nicht aus der Anstalt sondern live.

  8. cvrkalrobert sagt:

    Mittlerweile gibt es eine mehrfache Vertrauenkrise. Die Menschen und die Märkte haben das Vertrauen in die Lösungskompetenz bzw. den Lösungswillen in die Politik verloren und unsere Machthaber doktern bereits seit Monaten wenn nicht Jahren mit unzulänglichen Konzepten an den Auswirkungen der Krise herum ohne die Ursachen erfolgreich zu bekämpfen. Nur durch von einer großen Basis getragene Lösungsansätze kann diese Krise erfolgreich überwunden werden ohne die EU bzw. die Eurozone wird einen großen Knall erleben. Es ist auf Dauer nicht möglich über die Interessen der Bevölkerung drüberzufahren ohne bei Wahlen dann von dieser abgestraft zu werden.

    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/455425_Der-groesste-Betrug-bzw.-Selbstbetrug-in-der-Geschichte-der-2.-Republik.html

  9. Grübler sagt:

    Die Welt ist einfach nur ungerecht, oder?
    Wir leben in der EU, freien Ländern, jeder hat die Chance Geld zu verdienen. Es gibt keine Regeln, so wie im Mittelalter, dass ein Bauernsohn eben nur Bauer werden kann. Intelligente Leute bauen Firmen auf, erfinden sinnvolle Dinge oder Dienstleistungen und vermarkten sich oder ihr Produkt. Ihr habt auch die Cance, in Internetforen rumjammern wird euch 100% nicht helfen.
    Wenn jemand Geld verborgt, hat er auch anrecht auf Gegenleistung. Das Problem heutzutage ist, dass jeder alles haben will – natürlich wird der Konsum gefördert, da ja dies notwendig für Wirtschaftswachstum ist. Trotzdem sind meiner Meinung nach nicht die Banken die bösen, sondern diejenigen, die sich Geld ausborgen und sich dann beschweren, dass sie es nicht zurückzahlen können – nicht einmal die Zinsen und so die Schulden immer mehr werden.

    Regierungen verhalten sich leider genau gleich, anstatt zu sparen werden einfach die Schulden immer mehr erhöht. Natürlich machen die dass, den sie wollen ja wieder gewählt werden, und wenn nicht, dann muss es ja eh ein anderer ausbaden. Wieso soll jemand, der 12h am Tag arbeitet, andere finanzieren? Die Kosten der Arbeitslosen werden Europa in einen neuen Krieg führen -> das ist die einzig mögliche Lösung, so viele Leute zu beschäftigen und zwar in einem Beruf, der eine zwangsläufige Reduktion der Population bewirkt.

    Es gibt natürlich auch schwarze Schafe – die wird es immer geben – ob nun korrupte, raffgieriege Politker, Steuerhinterzieher, Betrüger, Diebe, Einberecher, usw., es läuft immer auf das gleiche hinaus, jemand will „etwas“ unrechtmäßig von einem anderen haben.

    Geld ist nicht böse, es sind die Menschen. Wenns euch nicht passt, dann macht was dagegen, ich kann das Gesudere nicht mehr hören, wer und was alles schuld sein soll.

  10. Grübler sagt:

    Wie heißt es so schön: Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters: http://furormundi.wordpress.com/2011/11/04/benutzen-sie-den-euro-solang-es-ihn-noch-gibt-uber-die-wahren-ursachen-der-griechenlandkrise/

    Nochmal: Schulden kommen nicht von alleine!
    Wenn wir alle wie die Inder ins Slums leben würden und nicht dem Konsumzwang folgen würden hätten wir auch keine Schulden! Allerdings auch keine funktionierende Wirtschaft – ein Teufelskreis. Es ist nun mal ein Fakt, dass wir nicht genug sinnvolle Arbeit für 7 Milliarden Menschen auf der Erde haben. Wir haben uns durch die Technik in eine Position gebracht, wo nur noch 10% der Menschen weltweit sich um die Nahrungserzeugung kümmern müssen. 30% der Jobs sind in der Industrie angesiedelt, wo physisch etwas produziert wird. Ja, und 60% sind im Dienstleistungssektor tätig, der zum größten Teil überflüssig wäre. Es werden künnstliche Jobs geschaffen, vor allem in Finanzsektor.
    Das ist die Aufteilung der arbeitenden Bevölkerung, dazu kommen noch im weltweiten Durchschnitt ca. 34% nicht erwerbstätiger Erdenbürger – ein Drittel!!!
    Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie sich ein Problem (viele Menschen) mit 2 Variablen (Ressourcen, Arbeitsplätze) am einfachsten lösen lässt.
    Natürlich wäre es möglich, dass wir eine Gesellschaftsform finden, in welcher wir 7 Mrd Menschen Grundversorgen könnten – ich persönlich glaube nicht daran, dass es funktionieren würde.

    • Thomas sagt:

      Natürlich würde das funktionieren. Die Produktivitätssteigerung würde das durchaus ermöglichen. Es wird nur durch unser jetziges System verhindert. Und manche wenige, die von diesem System profitieren, werden alles daran setzen, ein neues, gerechteres System (welches auch immer) nicht zuzulassen. Und solange die Masse der Menschen sich nicht mit diesem grundsätzlichen Problemen beschäftigt, werden wir hier leider auch nichts weiter tun können, als unermütlich aufzuklären.

    • uhupardo sagt:

      Wie heißt es so schön: Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters …
      Nochmal: Schulden kommen nicht von alleine!
      Wenn wir alle wie die Inder ins Slums leben würden und nicht dem Konsumzwang folgen würden hätten wir auch keine Schulden!

      Grübler, wozu kommen Sie her? Nur um von sich zu geben? Dann ist es verschenkte Zeit. Sie können Ihre Zeit besser einsetzen, indem Sie z.B. einen Spaziergang machten.

      Nachdem man Ihnen Material vorgesetzt hat, das die Materie genau beschreibt, halten Sie exakt denselben antiquierten Vortrag ohne jeden Erkenntnisgewinn? Das heisst, sie haben entweder gar nicht gelesen oder nichts davon aufgenommen? Nicht einmal der Zinseszins-Zusammenhang ist Ihnen klar? (Zinsen werden linear getilgt, während sie exponentiell wachsen)

      Dann empfehlen wir Ihnen interessanten Lesestoff bei mehr als 350 zur Verfügung stehenden Artikeln und wünschen Ihnen alles Gute.

      • Thomas sagt:

        @Grübler: Einfach nicht aufregen. Es gibt Menschen, die haben die Weisheit aus mindestens 300 Jahre alten Eichenfässern getrunken und sind damit so unnahbar geworden, dass die Überheblichkeit Überhand nimmt. Da kann man einfach nix mehr dran machen.

        • uhupardo sagt:

          Ohne jedes Argument kann man an gar nichts etwas machen, Thomas, das ist schon richtig. Ist aber auch weniger anstregend. Dann reichen immer drei Zeilen, damit man wenigstens etwas gesagt hat.

    • S.Gottwald sagt:

      Nicht ALLE Inder leben in Slums.Das ist eine falsche Behauptung,die mich unglaublich aufregt!

  11. Grübler sagt:

    Tja tut mir leid, aber aus Ihren Informationen war für mich kein weiterer Erkenntnisgewinn möglich. Ich habe mir überlegt in Gold und Silber zu investieren und wollte mich vorher über die aktuelle Finanzkrise ausreichend informieren. Aus diesem Grund bin ich über Ihrem Blog gestolpert und habe hier eben eine – meiner Meinung nach – Scheuklappensichtweise gelesen. Ihr Argument mit dem bösen Zinsenszins passt ja auch perfekt dazu – dieser Effekt tritt nämlich nur dann ein, wenn die tätsächliche Tilgungsrate unter den Zinsbetrag sinkt.

    Ohne Kristallkugel kann man die Zukunft wohl sehr schwer voraussagen, aber wenn wir in die Vergangenheit blicken, dann kann man davon Wahrscheinlichkeiten ableiten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Krise durch einen (Welt)Krieg beendet wird ist um einiges wahrscheinlicher, als dass wir in eine Friede-Freude-Eierkuchen-Gesellschaft wechseln.

    Es war in jeder Gesellschaftsform schon so, dass ca. 10% gut leben, den Staat lenken und die Macht haben. Die übrigen 90% erledigen die Arbeit – mehr oder weniger auch in Schichten aufgeteilt. Wenn man sich die einschlägigen Blogs nun durchliest, trifft man auf vermutlich immer die gleichen Jammerer, die gegen das System wettern. Es ist zwar ein schöner Zeitvertreib die Kommentare zu lesen, aber ändern wird sich dadurch nichts – dank des Internets muss man wenigstens nicht mehr ins Wirtshaus gehen um die Leute sudern zu hören.

    Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren, ich habe mir auch nur aus den vorhandenen Fakten meine Meinung gebildet. Versuchen wir es so:
    Problem: Finanzkrise:
    Fakt 1: Steigende Staatsschulden, und zwar in einer Größenordnung, dass diese Schulden nicht mehr getilgt werden können
    Fakt 2: Sättigung des Marktes: In fast allen Wirtschaftsbereichen gehen die Absatzzahlen zurück. Sinkende Wirtschaftsleistung senkt die Steuereinnahmen.
    Fakt 3: Geld verschwindet nicht, es wird sogar immer mehr Geld geschaffen. Das Geld hat dann nur ein anderer – blöde Sache.
    Fakt 4: Der Wert von Ressourcen wird unterschiedlich bewertet (nur so ist Handel lukrativ!)
    Fakt 5: Das gesamte Kapital wird von arm nach reich verschoben – immer mehr und immer schneller.
    Und damit schließt sich der Kreis, damit nun die unterste Schicht überleben kann, muss der Staat den Unterhalt übernehmen, wo wir wieder zu Fakt 1 kommen.

    Solange die Staatsausgaben höher sind, als die Einnahmen, befinden wir uns im Teufelskreis der exponentiellen Schuldensteigerung. Also entweder Einnahmen steigern oder Ausgaben senken – mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Und wer die Macht hat entscheidet, somit werden die Einnahmen in Form von Steuern sicher nie die oberen 10% treffen.
    Natürlich werden im Hintergrund der Politik und Wirtschaft weitere Spielchen gespielt, welche den Kreisel antreiben und noch schneller drehen lassen. Aber wenn ein Staat nun keinen Kredit mehr bekommen würde, würde es doch noch schneller „zu Ende“ sein, oder? Durch Verschuldung wird das ganze nur hinausgezögert, dass diese Verzögerung gewollt ist, ist auch klar, denn dadurch wird ja Fakt 5 beschleunigt.

    • uhupardo sagt:

      Wir wollen jetzt nicht noch einmal erläutern, warum es keine „Staatsschuldenkrise“ ist sondern die Folgen der Zockermilliarden, die Banken weltweit an den Spieltischen des Kasino-Kapitalismus verjubelt haben, denn aus den entsprechenden Links konnten Sie ja „keine Erkenntnisse“ ziehen.


      „Ihr Argument mit dem bösen Zinsenszins passt ja auch perfekt dazu – dieser Effekt tritt nämlich nur dann ein, wenn die tätsächliche Tilgungsrate unter den Zinsbetrag sinkt.“

      Das ist ein Denkfehler, denn die Tatsache, dass Zinsen generell exponentiell wachsen und nur linear getilgt werden können, hat mit der Tilgungsrate nichts zu tun.

      In derSumme haben Sie mit ihrem jüngsten Vortrag der 5 Punkte (insbesondere mit Punkt 5 natürlich) selbst beschrieben, dass dieses System nicht einmal theoretisch funktionieren kann. Schliessen sich also denen an, die Sie als „Jammerer“ bezeichnen. Damit können wir es dann bewenden lassen. Nicht ohne festzuhalten, dass Sie keinen einzigen Lösungsansatz präsentieren und sich ausschliesslich mit der Situationsbeschreibung aufhalten.

      P.S.: Vielleicht erzielen Sie aus Videos mehr Erkenntnisgewinn als aus Texten. Man soll nichts unversucht lassen.

  12. Grübler sagt:

    Also aus meiner Sicht sind die Milliarden zur Bankenrettung nur ein weiterer Punkt auf der Liste der Staatsausgaben. Gerecht oder ungerecht, es ist nun mal so entschieden worden, weil die Politiker nach deren Pfeife tanzen.
    Es gibt keine gerechte Lösung, wie soll ich eine präsentieren? Man kann sich aber auf die Seite der Gewinner stellen.
    Das Video ist ja wieder ein Schlag in die gleiche Richtung – wie unfair der Kapitalismus doch ist. Es stimmt, es kann nicht jeder zu den oberen 10% gehören, dass ist rein mathematisch unmöglich. Aber jedem steht der Weg dahin offen – eine Arzthelferin wird vermutlich nur durch Heirat des Arztes vermögend werden. Der Weg nach oben ist steinig und schwer, es wird auch niemand auf diesen Weg gezwungen und es will ihn sicher auch nicht jeder beschreiten. Aber jeder „Lohnsklave“ in Europa hat doch alles, was er zum Leben benötigt, oder etwa nicht? Wer hier nein sagt, der sollte mal in Afrika oder Indien besuchen. Es kann sich doch jeder aussuchen was er machen will. Wenn ich mir eine Yacht leisten will, dann muss ich was dafür tun, da reicht es nicht 8h / Tag als Arbeitnehmer in einem Büro zu sitzen oder als Arbeitsloser den Tag vor dem Fernseher und PC verbringen.

    Das mit den Zinsen müssen Sie mir dann bitte erklären, warum die exponentiell wachsen und nur linear getilgt werden können?
    Wenn ich einen Kredit aufnehme, z.B. 100.000 Euro, mit 5% verzinst, Laufzeit 10 Jahre, dann zahle ich dafür monatlich 1060 Euro und in Summe habe ich 27.300 Euro an Zinsen gezahlt. Die monatlichen Zinsen belaufen sich auf 400 Euro am Anfang für die vollen 100.000 Euro. Nur wenn ich im Monat weniger als 400 Euro Ratenzahlung leisten kann, dann kommt der Zinseszinseffekt zustande. Wenn ich das doppelte zahle, dann hab ich den Kredit schneller getilgt und nur 11.600 Euro an Zinsen gezahlt.

  13. Grübler sagt:

    Zinseszins wird üblicherweise nur beim Ansparprozess berechnet: http://de.wikipedia.org/wiki/Zinseszins

    Bei Krediten tritt es nur ein, wenn der Schuldenbetrag durch zu geringe Tilgung steigt.

    Es wird hier einfach ohne zu denken nachgeplappert, wie in so vielen Bereichen. Wenn eine Aussage zur eigenen Meinung passt, dann stimmt diese und Schuld sind soundso immer nur die anderen.

    • uhupardo sagt:

      „Es wird hier einfach ohne zu denken nachgeplappert, wie in so vielen Bereichen. Wenn eine Aussage zur eigenen Meinung passt, dann stimmt diese und Schuld sind soundso immer nur die anderen.“

      Grübler, Sie haben hier inzwischen eindrucksvoll schon bewiesen, wie wenig Zusammenhänge Sie begriffen haben, sollten also den Mund besser nicht so voll nehmen und Ihre Wortwahl überprüfen, bevor Sie die Sendetaste drücken.

      Nochmal so einfach wie möglich, damit vielleicht auch Sie eine Chance haben, es am Ende zu verstehen. Dies ist das bekannteste Beispiel von exponentiellem Wachstum, das den Zinseszins ausreichend beschreibt. Dagegen können Darlehen nur linear getilgt werden.
      http://www-math.upb.de/~mathkit/Inhalte/Folgen/data/manifest25/schachbrett_reiskoerner.html

      Ob Heinrich Grübler oder Elli Neumann also ihre Tilgungsrate bedienen oder nicht, ist uninteressant, denn es geht um die systemischen Auswirkungen des Instruments auf die gesamte Weltwirtschaft, die besonders über diesen Sachverhalt das Geld zwangsläufig immer nur in eine Richtung schaufeln müssen (von Zinszahlern zu Zinsempfängern).

      • Thomas sagt:

        Das mit den Reiskörnern veranschaulicht extrem gut exponentielles Wachstum. Leider hat aber Grübler Recht. Es kann, wenn alle Schulden getilgt werden würden, niemals ein exponentielles Wachstum eintreten. Ob nun ein lineares Schuldenwachstum schon auf Dauer schädlich ist, hängt vom Zinssatz ab. Das hauptsächliche Problem ist und bleibt aber die Verschuldung ohne Rückzahlung. Vor allem beim FIAT-Money. Deshalb: FIAT-Money (welches immer durch Schuld in die Welt kommt) durch Warengeld ersetzen. Danach den Oberschuldner Staat auf ein Minimum reduzieren. Und Vieles ist besser. Vielleicht nicht alles. Aber das kann man vorher nie so genau wissen. Gilt natürlich auch für das hier so viel und schön vavorisierte Modell. Solange man es nur in der Theorie betrachtet ist immer alles toll.
        Einig sollten wir uns zumindest alle darin sein, dass unser jetziges System ausgedient hat.
        Und ich bin ein Verfechter der (wirkich) freien Marktwirtschaft, welche wir noch nie in der BRD hatten.

        • uhupardo sagt:

          Im Grunde einverstanden (bis auf Ihren Schlusssatz). Die Bemerkung „Es kann, wenn alle Schulden getilgt werden würden, niemals ein exponentielles Wachstum eintreten“ ist allerdings dieselbe wie „wenn es draussen nie regnen würde, hätten wir auch kein Problem mit dem Aquaplaning“.

      • Grübler sagt:

        Wundervolles Beispiel – Ich versuche es mal für Sie zu übersetzen: Verdoppelung bedeutet einen Zinssatz von 100%, es wird nie etwas zurückgezahlt – nach 64 Jahren hat sich ein schöner Berg angehäuft. Wenn ich allerdings nach jeder Verdoppelung ein Reiskorn vom Feld herunternehme (Symbolisch für Schuldentilgung) werden auch am 64ten Feld nur zwei Reiskörner liegen.

        Es sind definierte Spielregeln und mathematische Tatsachen, dass die Schulden steigen, wenn diese nicht entsprechend getilgt werden. Ausgaben > Einnahmen = Schulden. Wenn ein Staat also nicht in der Lage ist, die Ausgaben kleiner zu halten als die Einnahmen, so ist natürlich die Bank schuld, welche die Differenz in Form eines Kredites ausgleicht.

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