In einfachen Worten: Warum Spaniens Staatsbankrott unausweichlich ist

Allein im März sind die Immobilienpreise in Spanien um 11,5 Prozent zum Vorjahresmonat gefallen. Seit Ende 2007 damit um insgesamt fast 30 Prozent. Und immer noch liegt der Markt vollkommen brach, die vielen Makler, die sich über Jahrzehnte goldene Nasen verdient haben, verkaufen schlicht nichts, gar nichts. Nicht wenige von ihnen haben sich inzwischen auf andere Geschäftszweige verlegen müssen, um irgendwie ihren Lebensunterhalt zu sichern. Diese Situation wird sich auch mittelfristig nicht ändern können – und genau daran wird Spanien zugrunde gehen müssen, weil die Regierung die Risiken der Immobilienblase unverständlicherweise noch immer weit unterschätzt.

Die Madrider Regierung hat die Banken bisher gezwungen, ihre Rückstellungen um 54 auf insgesamt 165 Milliarden zu erhöhen, um die vielen faulen Kredite der Immobilienblase abzufedern. Ende vergangener Woche wurde offiziell geschätzt, man werde etwa weitere 15 Milliarden öffentlicher Gelder brauchen, um den Bankensektor endgültig aus der Gefahrenzone zu bringen. Das ist eine beinahe kriminelle Verharmlosung der Situation. Regierungschef Mariano Rajoy versucht mit allen Mitteln und mit Gewalt, den drohenden Bailout zu verhindern. Es wird alles nichts nützen, weil nicht geht, was nicht gehen kann.

Nach Schätzungen des Brüsseler Centre for European Policy Studies müssten die Rückstellungen der Banken für kommende Kreditausfälle um mehr als 250 Milliarden Euro höher liegen als es derzeit der Fall ist – gemeint ist die Gesamtsumme aus öffentlichen Hilfen und dem, was die Banken selbst aufbringen können. Diese Monstersumme, die aus unserer Sicht in etwa stimmt, ist unter keiner Bedingung irgendwie zu stemmen, ohne dass Spanien interveniert wird wie vorher Griechenland, Irland oder Portugal. Mit den bisherigen 165 Milliarden können nicht einmal 50 Prozent der faulen Kredite abgesichert werden, während die Banken die Lage immer noch in unzulässiger Weise verharmlosen.

Die meisten Spanier kaufen keine Immobilien, weil sie kein Geld dafür haben und am Ende des Lohns immer mehr Monat übrig bleibt. Alle anderen und die Spanier, die das Geld dafür hätten, kaufen keine Immobilien, weil jedem klar ist, dass der Wert von Appartments, Häusern und Grundstücken noch viel tiefer sinken muss, mindestens um weitere 20 Prozent. Das „Vertrauen in den Markt“ ist also auch im Immobiliensektor derzeit gleich Null. Sollte die spanische Regierung wirklich auf die aberwitzige Idee kommen, die Imobilienblase mit Steuergeldern nachhaltig zu bereinigen, würden die Staatsschulden sofort um knapp die Hälfte steigen.

Rajoy kann sich das Drama also aussuchen – ein Drama ist eine fatale Situation mit zwei möglichen Auswegen: Beide führen geradewegs in den Tod. Entweder lässt er die Situation so laufen, ohne dass die Banken die nötigen Rückstellungen für das gesamte faule Kreditvolumen bilden, dann werden „die Märkte“ (früher: „der Regengott“) kein „Vertrauen“ fassen und Spanien immer weiter in die Abwärtsspirale treiben, denn schon jetzt kann das Land angesichts der turmhohen Risikoprämie die Zinsen der Staatsanleihen nicht mehr bezahlen. Oder der konservative Regierungschef entschliesst sich, den Steuerzahler zur Bereinigung der misslichen Lage heranzuziehen und zwingt Brüssel geradezu, Spaniens Wirtschaft endgültig für tot zu erklären.

Die brettharten Sparmassnahmen von Merkels Gnaden tun ihr Übriges, indem der private Konsum in Spanien jeden Tag mehr abgewürgt wird, die Arbeitslosenzahlen und Sozialkosten steigen und die Steuereinnahmen sinken. Es gibt keinen Ausweg aus dieser Lage, was auch immer passieren mag. Es sei denn, Spanien tut das, was Griechenland längst hätte tun sollen: Den argentinischen Weg beschreiten, aus der gemeinsamen Währung aussteigen und den harten Neuanfang wagen, der mittelfristig wenigstens irgendeine Chance auf Besserung bieten kann. Danach können sich „die Märkte“ dann auf Italien und/oder Frankreich, Holland, Belgien … konzentrieren, um ihr perfides Spiel weiter zu treiben – bis am Ende die Spar-Domina aus Deutschland die gesamte Rechnung für alles bezahlen wird, was sie mit unvergleichlicher Härte und Charakterstärke hauptverantwortlich angerichtet hat.

Dazu passt:
* Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt

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44 Kommentare zu “In einfachen Worten: Warum Spaniens Staatsbankrott unausweichlich ist

  1. Das Häschen sagt:

    Das war ein Vorteil der Abwertung der eigenen Währung. Es wurde attraktive für Investoren aus dem Außenverhältnis aber im Euroraum innereuropäisch in Immobilien zu investieren. Immobilienblasen sind rund um gefährlich, die Häuser bleiben stehen, sehen ihre besten Zeiten in unbewohntem Zustand und ein Grundstück + Haus ist die größte Anschaffung für zumindest einen Teil der breiten Masse neben dem Auto. Der Aufwand ein Gebäude zu erreichten ist ein hoher und die ‚Zerstörung‘ dementsprechend schmerzhaft. Sparguthaben in reicheren Regionen würden genauso abgebaut, das wäre potentiell/tendentiell nicht nachteilig.

  2. almabu sagt:

    Merkels Politik ergibt nur den minimalsten Sinn, wenn man sich klar macht, dass sie nicht im Interesse Europas oder der Deutschen, sondern einzig und allein im Interesse der Banken agiert!

    Die würden sowohl den Euro als auch Europa platzen lassen, ein Umstand jede Menge neuer Bankgeschäfte kreieren würde!

    Irgendwann wird sich das Volk in Notwehr dieser Charge entledigen müssen…

  3. almabu sagt:

    Die Immo-Blase in Spanien war seit zwanzig Jahren absehbar! Ich habe im Jahr 1980 in NRW ein Haus gebaut, Massivbauweise, aller Komfort, Kamin, etc., 130m2 Wohnfläche und 660m2 Grundstück in einem Luftkurort im Grünen mit Traumsicht. Perfekt mit Kindergarten, Schulen, Sportplatz und Freibad in fußläufiger Entfernung, Bushaltestelle etwa 30m entfernt. Gesamtkosten 250.000,-DM.

    Dann ging ich beruflich für einige Jahre nach Spanien. Mir wurde 1986 südlich von Barcelona ein ehemaliges Sommerhaus aus den 50er Jahren, etwa 100m2, etwa 300m2 Grund, dünne Wände, alte Elektro- und Wasserinstallation, einfach verglaste Fenster, angeboten. Es sollte damals 300.000,-DM kosten. Ich lehnte ab. Als ich 1992 nach Deutschland zurückkehrte lag dieses Haus bereits bei über 600.000,-DM und mehrere „normale Häuser“ die ich von Innen und Aussen gut kannte haben locker die Million DM überschritten! Einige Bekannte versuchten sich durch Kaufen und Verkaufen reich zu surfen! Das war die reinste Zockerei, schon in 1992…

    • Don Furioso sagt:

      Durch Kaufen und Verkaufen reichsurfen , in Spanien, Irland, USA – genau das ist das Problem. Man hätte das Geld auch in den Abfluss spülen können, der Effekt wäre ähnlich. Wo sind alle die diejenigen, die die Kredite vergeben haben, Baugenehmigungen vergeben haben, weggesehen haben?

  4. […] viaIn einfachen Worten: Warum Spaniens Staatsbankrott unausweichlich ist « uhupardo. Share| Mai 14, 2012 at 8:40 pm by admin Category: Spanien […]

  5. fischi sagt:

    Die Politiker sind doch bloss noch Erfüllungsgehilfen des Finanzkapitals.
    Ob da Merkel oder sonstwer an der Spitze steht spielt doch auch keine Rolle mehr.
    Dafür ist doch die Korruption an der Tagesordnung, die immer mehr um sich greift.
    Das ist aber auch Prinzip, da werden viele erpressbar.
    Die Immobilien in Spanien sind bloss ein Nebenschauplatz; es geht darum alles aber auch wirklich alles zu privatisieren.
    Dann wird dafür gesorgt das möglichtst hohe Schulden draufkommen, das bringt dann schöne Zinsen mit denen man dann herrlich in den Banken zocken kann.
    Ob die sogenannte Realwirtschaft schon weiss, dass sie in dem System irgendwann auch bloss noch ein Kostenfaktor ist, bin ich mir nicht ganz sicher.
    Eigentlich sollten aber Leute die Millionen verdienen ein bisschen denken können…eigentlich!

    • uhupardo sagt:

      *Uhupardo verfehlt Artikel-Thema*
      Was mich zu einem meiner Lieblingsthemen bringt: Was heisst eigentlich „eigentlich“, warum kommt das in jedem zweiten deutschen Satz vor und was genau besagt dieses Wort? 😉

      • Was heisst eigentlich “eigentlich”, warum kommt das in jedem zweiten deutschen Satz vor und was genau besagt dieses Wort?

        Dass es auch ein Nicht-eigentlich gibt… (eigentlich = im Grunde, im Normalfall, laut Duden: einer Sache in Wahrheit zugrunde liegend; tatsächlich, wirklich)
        Du kennst doch sicherlich das deutsche Sprichwort: Die Ausnahme bestätigt die Regel? Diese Ausnahme ist das Nicht-eigentlich… 🙂

        • uhupardo sagt:

          „Eigentlich“ heisst nur etwas, wenn es die Bedeutung „ursprünglich“ beinhaltet („der Vertrag wollte bei seiner Unterschrift eigentlich erreichen …“).

          Wenn das nicht der Fall ist (und das ist es fast nie), dann gilt der Text, den ich vor Jahren geschrieben hatte:

          Die deutsche Sprache ist wirklich nicht einfach – „leicht“ sind Federn – also nicht „einfach“.

          Und wenn jemand nicht weiss, dass der „Einzige“ schon der „Einzige“ ist und weniger gar nicht geht, dann sagt er der „Einzigste“ – ein Wort, das es gar nicht gibt.

          Eigentlich nicht schlimm, oder? Kann man ihm eigentlich verzeihen. Nur was heisst eigentlich „eigentlich“?

          Wenn eine Frau zu mir sagt „Ich habe dich eigentlich gern“, weiss ich spätestens, dass ich abgeblitzt bin. Denn da hörst du schon das „aaaaaaaber ….“, das jetzt automatisch folgen muss.

          „Uhupardo ist für den Job eigentlich geeignet.“ – Au weia, eigentlich bin ich geeignet. Wie schade, dass ich den Job jetzt garantiert nicht bekomme.

          „Warst du gestern eigentlich in Bielefeld?“
          Hmm, was heisst denn das „eigentlich“ in dem Satz? Versuchen wir es mal ohne das kleine Wörtchen: „Warst du gestern in Bielefeld?“

          Witzig, das Wörtchen ist weg … und der Sinn bleibt völlig gleich. Eigentlich. Wozu also? Eigentlich?

          Wenn jemand über dich sagt „Eigentlich ist der ein ganz guter Typ!“, gib ihm gleich auf die Zwölf, er meint das genaue Gegenteil. Und wenn er nicht das Gegenteil meint, ist er zu feige klar zu sagen „Der ist ein guter Typ!“

          Und da sind wir beim tatsächlichen Sinn des Wörtchens „eigentlich“: Es ist das Wort der Feiglinge!

          Immer schön ein Hintertürchen offenhalten! Bloss keine ehrlichen Antworten geradeaus geben. „Neeein, ich hab nie gesagt, dass ich ihn mag – ich habe gesagt e i g e n t l i c h mag ich ihn …“ – Und zack, sind wir raus aus der Nummer.

          „Eigentlich“ heisst: Keine klare Aussage, bloss keine Verantwortung eingehen für das, was ich gesagt habe.

          Eigentlich ein Scheiss, oder? Nein, nicht eigentlich? Es IST ein Scheiss. Völlig überflüssig, überdies feige – und im allerbesten Fall ein komplett nichtssagendes Füllwort wie in „Warst du gestern eigentlich in Bielefeld?“

          Dann sollte man das Wort schlicht unbedingt weglassen, weil es gar nichts Positives bewirken kann – ganz im Gegenteil. Ich habe es schon vor Jahren aus meinem Wortschatz gestrichen.

          Eigentlich …

      • fischi sagt:

        Ich wollte da auf alambus ersten Post antworten.
        Eigendlich bedeutet bei mir das ich anderer Meinung bin als ich aber schreibe, aber keine Lust habe das Thema zu vertiefen.
        Gibts im Spanischem sowas nicht?

        • uhupardo sagt:

          War nicht auf fischi gemünzt. 😉 Mir fällt das eeeewige „eigentlich“ nur überall verschärft auf, einfach mal bei Fernsehdiskussionen genau hinhören, das ist die reinste Inflation. Aber nicht so wichtig, ich hatte nur gerade die Nase derart voll vom Thema Banken und Krise … 🙂

      • Der Text ist genial 😀

      • Atreides sagt:

        Eigentlich heißt auf Spanisch „en realidad“, also in Wirklichkeit. Beispiel: En realidad es un cuento chino = eigentlich ist es ein Ammenmärchen.

    • Das Häschen sagt:

      >Die Politiker sind doch bloss noch Erfüllungsgehilfen des Finanzkapitals.
      Teils ja. Meiner Ansicht nach läuft die Sache seit den 80ern. Die sog. Rettung der Industrie nach einerseits zu hohen Löhnen, aber viel schlimmer zu hohen Sozialleistungen. In Österreich gab es die so nicht. Die Politiker in Europa haben keine Chance – die Partizipanden im EURO System sitzen auf dem EURO Raum Knoten und die Realwirtschaft ist noch stark an Nationalgrenzen ausgerichtet. Das verschafft der Finanzindustrie ungeahnte Vorteile. Ähnlich wie in den früheren Zeiten in denen Abteilungskonkurrenz wurde gepriesen im Unternehmen, dem Unternehmen in Summe war es egal, das Budget wurde allein anders verteilt. Ähnlich ist es mit den Investorengeldern … und den Nationen. Nun ist die Konkurrenz aber teuer geworden, da das gesamte Unternehmen wurde geschädigt. Das Finanzcontrolling kassiert die Umlagen – sprich die Zinsen – weiterhin.

  6. wirnosotros sagt:

    Ein gut argumentierter Artikel! Vielleicht sollte man auffhören einen Schuldenschnitt so zu verteufeln. Dieser würde doch vor allem die Gläubiger, also Banken treffen, und da trifft es genau die Richtigen. Aber insgesamt muss einfach an diesem Homo oeconomicus Verhalten, oder anders gesagt der Raffgier, gearbeitet werden. Das sind doch vor allem Reiche, die in dieses Geschäft überhaupt erst mal einsteigen konnten, und mit Immobilien noch reicher werden wollten oder Mittelständler, die mit neuartigen Kreditprodukten dazu verleitet wurden über ihre Verhältnisse hinauszuleben. Aber leiden tun doch vor allem ärmere Menschen unter den Folgen, wenn sich Regierungen tot sparen, in alles nur nicht mehr in den Mensch investieren, und da gekürzt wird, wo es die Zukunft der Menschen betrifft (Bildung, Sozialwesen, Renten etc.). Wachstum sieht anders aus! So können weder Schulden bereinigt, noch Wachstum der Weg geebnet werden!

  7. Violet Teki sagt:

    Ist es nun also endlich soweit? Naja, irgendwann müssen sich die Dinge ja auch erfüllen, auf vielen Blogs und Seiten lese ich aber natürlich seit 2004, dass der Zusammenbruch unmittelbar bevorsteht, mal sehen 🙂

  8. flurdab sagt:

    Guter Artikel!
    Dazu möchte ich verlinken:
    http://www.meinpolitikblog.de/wovor-die-bankster-im-fall-griechenland-wirklich-angst-haben

    Sehr interessant, vor allem als Gegenstück der „eigntlich“ zielführenden TINA- Politik.

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  22. Medley sagt:

    @uhupardo

    Wenn das Regiment der „Spar-Domina aus Deutschland“ ja gar so schröcklich ist, was wäre denn dann die Alternative zur nunja…“Sado-Austernity“?

    Noch mehr Schulden machen? Nö, geht nicht, da einem das Wasser der bisherigen finanziellen Forderungen schon bis zur Halskrause steht und dieses zudem bei den hohen Zinsen eh unfinanzierbar ist.

    Die Steuern erhöhen? Nö, geht nicht, da das die Konjunktur, das Wirtschaftswachstum und die Investitionsneigung und -fähigkeit von Verbrauchern und Unternmehmern abwürgt.

    Die Länder mit Inflationsgeld via ESM und Euro-Bonds(für das hauptsächlich Deutschland haften muss) fluten? Nö, geht auch nicht, weil das wiederrum im Umkehrschluss die Zinsen nach oben treiben(hohe Inflation=> hohe Zinsen als Inflationsausgleich) und die Sparer, privaten Rentenversicherungs- und Lebensversicherungspolicenbesitzer in ganz Europa enteignen würde.

    Also was dann? WAS bitte DANN???

    Ps. Wenn die bösen, bösen Banken ja doch tatächlich ach so arg von der ganzen Misere profitieren haben, warum haben dann bitte deren Aktien von 2007 bis jetzt teilweise bis weit über 90% an Kurswert verloren? Müsste man mir mal erklären.

    • uhupardo sagt:

      Sie möchten, dass wir Ihnen ein Patentrezept nennen, um ein komplett untaugliches System zu retten? Wozu sollte das gut sein? Wieder 30 oder 40 Jahre Zeit gewinnen, bevor das Ganze erneut vor die Wand fährt? Ist das wirklich eine Lösung, die diese Bezeichnung verdient? Man wird etwas tiefer graben müssen – so tief wie die Probleme liegen.
      https://uhupardo.wordpress.com/2012/07/13/wer-ist-schuld-an-der-krise/

      • Medley sagt:

        @uhupardo

        „Sie möchten, dass wir Ihnen ein Patentrezept nennen, um ein komplett untaugliches System zu retten?“

        Nö. Da sie ja die Marktwirtschaft(Kapitalismus)ablehnen, würde es mir genügen, wenn sie mir ihr Alternativsystem nennen könnten. Soll es wieder der Sozialismus mit der Planwirtschaft sein, oder die Selbstversorgung, wo jeder vom Gemüse in seinem Garten bis hin zum Computer in seiner Kellerwerkstatt alle in Eigenproduktion herstellt, oder soll das Geld abgeschafft werden und alle Dinge werden nur noch im direkten Gütertausch gehandelt, oder, oder, oder???????? Wenn sie etwas nicht wollen, so müssten sie doch dann auch eine Vorstellung haben wie es anders sein sollte.

        Im Übrigen, „Schuld an der Krise“, dass ist mitnichten der „Markt“, sondern vielmehr der staatliche Eingriff in selbigen. Ohne die Niedrigzinspolitik der amerikanichen FED und der europäischen EZB in den globalen Kapitalmarkt mittels ihrer abenteuerlichen Leidzinssenkungen auf fast 0 Prozent, -womit sie die Märkte mit lächerlich billigen Kreditgeld geflutet und ua. die Immobilienblasen in diversen Ländern aufgepumpt hatten, um die Wirtschaftskonjunktur zu beflügeln- ohne diese typisch halbsozialistischen, keynesianischen Maßnahmen wider den Regeln des sogenannten“ Neo-Liberalismus“ und ohne den staatlich initiierten Euro, der ebenso ein Derivat sozialistischen Denkens(„Alles möglichst gleich) ist, ohne diesen ganze Murks wäre doch ansonsten das alles hier nicht passiert, oder? Sehen sie sich zB. die Schweiz oder Dänemark, oder Neuseeland oder Canada an. Denen geht es stattdessen prächtig, weil sie den ganzen Euro- plus Niedrigzinskäse erst garnicht mitgemacht hatten. Dort gibt’s keine „Krise“ und auch keine Sorgen vor irgendeinem Staatsbankrott, ua. auch deshalb nicht, weil diese Länder ihre Staatverschuldungsqoute im Griff haben, da sie nämlich nicht gewillt sind für die Wahlgeschenke an nimmersatte, GIERIGE Sozialstaatswähler Kredite und noch viel mehr Kredite ohne Limit aufzunehmen. Kennen sie zudem die staatlichen US-Unternehmen FreddiMac und FanniMae? Ja? Na dann wissen sie ja dann auch, wer und vorallem WAS! ua. für die Immo-Bubble in den USA verantwortlich ist. Nämlich die (Sozial-)Staatseingriffe und nochmal die dreimalvermaledeiten (Sozial-)Staatseingriffe. Hätte die Politik stattdessen den Markt Markt und den Kapitalismus Kapitalismus sein lassen, dann müssten wir uns heute auch nicht mit diesen ganzen Problemen des neomarxististischen Staatshandels der letzten 12 Jahre rumschlagen. Und ja, natürlich tragen auch die Banken und die „Spekulanten“ eine Mitschuld an der Misere, weil diese die ganzen Möglichkeiten, die ihnen die Staatseingriffe in den Markt eröffnet hatten, nicht nur konstruktiv/produktiv, sondern leider auch nachlässig und unverantwortlich ge- und missbraucht hatten. Keine Frage.

        Ein paar Büchertipps für diejenigen, die verstehen wollen, was WIRKLICH die ökonomische Welt zusammen hält:

        LINK: http://www.amazon.de/Geldsozialismus-wirklichen-Ursachen-globalen-Depression/dp/3935197578/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1343840913&sr=8-1

        LINK: http://www.amazon.de/Wirtschaft-wirklich-verstehen-Einf%C3%BChrung-%C3%96sterreichische/dp/3898796248/ref=pd_rhf_se_shvl6

        LINK: http://www.amazon.de/Der-Knechtschaft-Friedrich-August-Hayek/dp/3789282626/ref=pd_rhf_se_shvl12

        LINK: LINK: http://www.amazon.de/Totgedacht-Warum-Intellektuelle-unsere-zerst%C3%B6ren/dp/3935197268/ref=pd_rhf_se_shvl1

        LINK: http://www.amazon.de/Geld-Gold-Gottspieler-Vorabend-Weltwirtschaftskrise/dp/393519742X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1343840952&sr=8-3

        LINK: http://www.amazon.de/Logik-Freiheit-Ludwig-von-Mises/dp/3722569176/ref=sr_1_15?ie=UTF8&qid=1343841337&sr=8-15

        LINK: http://www.amazon.de/Das-Kapital-Pranger-politischen-Begriffsnebel/dp/3935197454/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1343840994&sr=8-5

        LINK: http://www.amazon.de/Fauler-Zauber-Schein-Wirklichkeit-Sozialstaates/dp/3930039591/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1343841038&sr=8-6

        LINK: http://www.amazon.de/Die-Euro-Katastrophe-F%C3%BCr-Europas-Vielfalt/dp/392543478X/ref=sr_1_14?ie=UTF8&qid=1343841281&sr=8-14

        LINK: http://www.amazon.de/Kreide-t%C3%B6dliche-Illusion-besiegten-Sozialismus/dp/392543447X/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1343841078&sr=8-10

        • uhupardo sagt:

          Sie möchten in der Summe erklären: Wenn man den Markt machen lässt, regelt der der das schon, nur nicht eingreifen, dann passt es. Medley, ist gar nicht bös gemeint, aber wir haben weder die Zeit noch die Lust, eine derart antiquierte Haltung zu widerlegen, die von der Wirklichkeit bereits dreimal von links und rechts überholt worden ist. Deswegen müssen wir es bei den mehr als 400 Artikeln belassen, die Ihnen hier zur Verfügung stehen.
          Nur zwei davon seien herausgehoben, es gäbe so viele mehr – in der Hoffnung, dass Sie wenigstens diese beiden lesen.
          Einen zu den Ursachen der Krise: Klick
          Den anderen zu dem von Ihnen eingeforderten Alternativ-Vorschlägen: Klick
          (Den soeben veröffentlichen Artikel nehmen sie gern dazu.)

          • Medley sagt:

            @Uhupardo

            „Medley, ist gar nicht bös gemeint, aber wir haben weder die Zeit noch die Lust, eine derart antiquierte Haltung zu widerlegen, die von der Wirklichkeit bereits dreimal von links und rechts überholt worden ist.“

            Uhupardo, ist auch nicht bös gemeint, aber WO! wurde die Maxime: „Lasst den Markt mal machen“ denn jemals widerlegt? Und anstatt mehr Markt will die Politik fast überall in der westlichen Hemisphere doch noch mehr Staat als sowieso schon vorhanden ist. Der malade Staatseinfluss, der wird doch nicht mittels vernünftiger „Dereguierung“ abgebaut, sondern eher noch weiter AUFgebaut, weil Politiker aller Couleur nur allzu gerne Gott spielen und in die Geschicke der Dinge zum Wohle des „Guten“ eingreifen wollen. Siehe auch hier, was den „Rettung“ der weltbeglückenden „Euroismus“-Ideologie betrifft:

            „Kolumne Euroschau

            Deutschland muss über Euro-Austritt nachdenken

            Von Klaus-Rainer Jackisch, HR

            Die Europäische Zentralbank hat zum letzten Gefecht für die Euro-Rettung geblasen. Überraschend kündigte EZB-Präsident Mario Draghi vergangene Woche an, die Notenbank werde alles tun, um die Gemeinschaftswährung zu retten: „Und glauben Sie mir. Das wird reichen“, sagte er. Starker Tobak!

            Was viele zunächst als Masterplan der Währungshüter ansahen, entpuppt sich zunehmend als Fiasko. Denn die Ankündigung von Maßnahmen war offenbar im EZB-Rat nicht abgesprochen. Auch die Art und Weise, wie Draghi seine Entscheidung auf den Weg brachte, ist hochgradig unseriös: ausgerechnet auf einer Investorenkonferenz in London. Auf der wimmelte es nur so vor Spekulanten, die auf das Ende des Euro setzen. Hier verkündete er mal so eben beiläufig, man werde den Euro schon retten. Der falsche Ort. Das falsche Publikum. Die falsche Botschaft. Die Börse jubelte. Doch derart einschneidende Maßnahmen, die die Steuerzahler zu tragen haben, gehören auf den Tisch einer EZB-Sitzung und auf das Programm der anschließenden Pressekonferenz – nicht in den dunklen Vorbau in der Höhle des Löwen.

            EZB stellt eine Notenpresse aufs Börsenparkett

            Was die Ankündigungen Draghis konkret bedeuten, ist noch nicht klar. Vermutlich will er jetzt in großem Stil Staatsanleihen der südeuropäischen Krisenländer kaufen, also vor allem aus Spanien und Italien. Eine weitere Maßnahme könnte die Ausstattung des Euro-Rettungsschirms (ESM) mit einer Bank-Lizenz sein. Auf diese Weise würde der ESM unbegrenzt von der EZB mit frischem Geld versorgt. Unter dem Strich bedeuteten beide Ideen, dass die EZB kräftig Geld druckt. Man kann es auch anders ausdrücken: Die EZB stellt eine Notenpresse auf das Parkett der Börse, an der sich alle bedienen. Kein Wunder, dass die Zocker jubeln.

            Draghis Plan verstößt gegen die EU-Verträge

            Der Plan verstößt eindeutig gegen den Maastrichter Vertrag. Die EZB ist nicht dafür da, Staaten zu finanzieren. Das steht klipp und klar im Vertrag. Die Deutsche Bundesbank hat sich daher in diplomatischer Form, aber in der Sache vehement, gegen diese Politik ausgesprochen. Doch nachdem bereits ein deutscher Anwärter auf den EZB-Chefsessel und eine deutscher Chefvolkswirt der EZB über diese Frage gestürzt sind, ist die Bundesbank isoliert – im EZB-Rat sowieso.

            Draghi vollzieht mit der Ankündigung einen erneuten Schwenk in der EZB-Politik. Zwar hatte sein Vorgänger Jean-Claude Trichet mit dem Kauf von Staatsanleihen begonnen. Unter Draghi hatte das umstrittene Programm in den vergangenen Monaten zunächst geruht. Tatsächlich hatte er eine Strategie propagiert, nach der sich die EZB aus der Euro-Rettung zurückziehen wolle. Mehrfach hatte Draghi Politiker aufgefordert, endlich zu handeln. Denn die wirklichen Probleme der Verschuldung und Haushaltssanierung kann die Notenbank ohnehin nicht lösen. Das müssen die Staats- und Regierungschefs tun. Von ihnen haben viele die Dramatik der Krise aber noch nicht erkannt.

            EZB sieht sich als Retter des Euro

            Jetzt beugt sich Draghi dem massiven Druck der Spekulanten und der Politik der klammen Südstaaten erneut. Die EZB schwenkt wieder um und sieht sich als finaler Retter des Euro. Welcher Bürger kann einer solchen Institution, die ständig ihre Strategie wechselt, noch vertrauen? Wie glaubhaft ist eine EZB, in der wichtige Länder wie Deutschland nichts mehr zu sagen haben? Aber viel wichtiger: Wer kann einer Notenbank trauen, die Verträge bricht und nur das Wohl der Finanzmärkte, nicht aber der Bevölkerung im Auge hat?

            Faktisch bedeutet die unlimitierte Rettung des Euro durch die Notenbank, dass die Politik des billigen Geldes grenzenlos fortgesetzt wird. Doch genau diese Politik hat die Krise erst ermöglicht. Die Folgen werden fatal sein. Bislang ist Inflation in der Eurozone kein großes Thema. Zurzeit ist die Preissteigerung sogar rückläufig. Das dürfte auch mittelfristig so bleiben, da ein deutlicher Konjunktureinbruch zu erwarten ist. Deshalb dürften auch die Rohstoffpreise nicht exorbitant steigen.

            Auch verspricht die EZB, die überschüssige Liquidität wieder abzuschöpfen. Doch was passiert, wenn das nicht gelingt? Dann dürfte die Preissteigerung einen kräftigen Schub bekommen. Für die betroffenen Staaten wäre das ideal: Schulden über Inflation abzubauen, war schon immer die eleganteste Art eines Landes, sich dieses Problems zu entledigen. Bezahlt wurde das dann von der Bevölkerung, deren Geld nicht mehr viel wert war. Im schlimmsten Fall gab es sogar eine Währungsreform. Dadurch verlor die Bevölkerung endgültig den Wert ihrer Ersparnisse. Auszuschließen ist das angesichts der jetzigen Situation nicht mehr.

            Vorwürfe an Deutschland sind absurd

            Gleichzeitig steht die Bundesrepublik immer stärker in der Kritik, sie würde nicht genug für die Euro-Rettung tun und alle Bemühungen verschleppen oder verhindern. In vielen europäischen Hauptstädten werden die Vorwürfe an Berlin immer lauter. Das ist absurd.

            Deutschland hat Milliarden über Milliarden in Rettungspakete und Garantien gesteckt, um den Krisenstaaten beizustehen. Man hat eine Position nach der anderen aufgegeben, zugeschaut, wie sich die Verhältnisse in der EZB zu Ungunsten Deutschlands verschieben. Man ist isoliert oder hat kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen mehr – sei es in der EZB, im IWF oder in der Europäischen Kommission. Trotzdem darf der deutsche Steuerzahler weiter sein Portemonnaie öffnen und muss sich von Politikern der Krisenländer auch noch Vorhaltungen machen lassen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Bevölkerung wird das nicht mittragen.
            Ist der Euro den hohen Preis seiner Rettung wert?

            Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, ob Deutschland aus der Eurozone austreten soll. Ohne Frage hat die deutsche Wirtschaft große Vorteile durch den Euro. Auch ist das Projekt von immenser Bedeutung für die europäische Idee und alle ihre Vorteile: Frieden in Freiheit. Aber ist der Euro den massiven Preis wert, den die Bevölkerung für die Euro-Rettung zahlen muss?

            Eine klare Antwort darauf gibt es nicht. Aber nachdenken sollte man über die Alternative schon einmal. Zumal die Überlebenschancen der Eurozone ohnehin gering sind. Denn welche Währungsunion kann langfristig existieren, wenn sie nur am Tropf einer heiß laufenden Notenpresse hängt?

            Klaus-Rainer Jackisch schreibt bei tagesschau.de regelmäßig seine Kolumne Euroschau, in der er einen Blick auf die monatliche EZB-Ratssitzung wirft. “

            Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau140.html

    • die Sparer, privaten Rentenversicherungs- und Lebensversicherungspolicenbesitzer in ganz Europa enteignen würde.

      Genau das ist das Ziel dieser heutigen wie der beiden großen Weltwirtschaftskrisen der letzten einhundert Jahre. Meine Großmutter, aus einer Fabrikantenfamilie stammend, hat dabei zweimal ALLES, was sie besaß VERLOREN!

      Ach ja, nebenbei führten die beiden letzten großen Krisen jeweils schnurstracks in einen verheerenden Weltkrieg, der unzählige Menschen und ungeahnte Sachwerte zerstörte.
      Danach konnte man so schön wieder von vorne anfangen…

      Ansonsten verweise ich auf uhupardos Kommentar.

      • Medley sagt:

        @calderin

        „Genau das ist das Ziel…“?

        „Das Ziel“? Sie meinen, hinter den Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahrhunderte bis Heute, da steckt(e) immer ein geheimer Plan, quasi eine finstere Verschwörung intriganter Mächte/Gruppen/Personen dahinter? Ist das denn nicht ein bisschen weit hergeholt, liebe(r) Poster(in)?

      • Ich antworte nicht mehr auf jeden Quatsch.

        Beschäftigen Sie sich mit den Zusammenhängen von Profit und Armut, den Zusammenhängen von Privat-Eigentum und der damit im Zusammenhang stehenden Ausbeutung von allem und jedem zum Zwecke der unbdingten Profitmaximierung, einschließlich das Abschlachten von Millionen Menschen in den vielen Kriegen überall auf der Erde, und dann denken Sie sowohl über meinen als auch über Ihren Kommentar noch einmal nach.

        • Medley sagt:

          @calderin

          Profitstreben und Privateigentum sind also von Natur aus schlecht. Gut. Akzeptiert. Dieser Meinung kann man ja unbenommenerweise sein. Nur, was ist die Alternative dazu? Diesbezüglich sind sie ja leider genauso einsilbrig wie der geschätzte Mitdiskutant Uhupardo. Sollten die Produktionsmittel wieder verstaatlicht werden? Sollen private Unternehmer keine Gewinne mehr machen dürfen? Sollte eine 100% Steuer auf Einkommen über den Harz4-Satz eingeführt werden? Wie macht man also die Welt zu einem besseren Ort, ohne Kapitalismus, Privateigentum und „Profitgier“ und das, ohne das man die Leute mittels staatlichen Vorschriften in ihrem natürlichen Drang zum eigenen Vorteil so demotiviert, dass sie Kelle und Mörtel in die Ecke schmeissen und sich schmollend in die berühmt-berüchtigte soziale Hängematte legen? Würde mich ja mal interessieren.

          • uhupardo sagt:

            Sie scheinen Dinge zu übersehen (übersehen zu wollen), Medley, wenn man darauf hinweist. Es brauchte zunächst gar keine Revolution sondern den Beschluss von genau zwei Gesetzen und der Einführung des Bandbreitenmodells, was innerhalb von sechs Wochen problemlos möglich wäre, um die übergrosse Mehrheit aller Probleme zu regeln. Vorweg: Dies ist kein ideologisches Modell, ich werde es deswegen auch nicht ideologisch diskutieren. Sehen Sie es einfach ganz praktisch, informieren sich mehr als ein Viertelstündchen darüber, was es bedeutet – hat keine Eile. Dann müssen Sie sich auch nicht mehr über Einsilbigkeit beschweren. Sie wollten ein Modell? Nun haben Sie eins.

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