Back to Franco 4: Prügelnde Polizisten sollen nicht mehr gefilmt werden dürfen

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Wenn Polizisten wahllos auf Demonstranten einprügeln, sorgt diese Ungerechtigkeit für soziale Unruhe in der Bevölkerung. Um eben diese soziale Unruhe in der Bevölkerung zu vermeiden, hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Man sorgt dafür, dass Polizisten nicht wahllos prügeln – oder man sorgt dafür, dass es nicht bekannt werden darf. Letzteres zieht Ignacio Cosidó vor: Der Generaldirektor der Polizei will dafür sorgen, dass die Uniformierten während ihrer „Arbeit“ nicht mehr gefilmt werden dürfen. Opposition, soziale Organisationen und Juristen protestieren wütend gegen den neuerlichen Versuch der Einschüchterung von Demonstranten.

Cosidó möchte erreichen, dass im Internet zukünftig keine Bilder und Videos mehr von prügelnden Polizisten erscheinen können. Das begründet er mit dem „Recht auf Intimität“ und dem „Recht am eigenen Bild“ der Uniformierten. Die konservative PP-Regierung will also das Gesetz ändern und „die Aufnahme und Verbreitung von Bild, Ton und Daten der Sicherheitskräfte während deren Dienstausünbung“ verbieten, „wenn diese das Leben (der Polizisten) oder den Erfolg der Aktion gefährden können“. – Javier Pérez Rojo, Experte für Verfassungsrecht, hat keinerlei Zweifel: „Diese Massnnahme liegt klar ausserhalb der Verfassung und kollidiert mit dem Recht auf Information.“

Damit hat er die aktuelle Situztion kurz und prägnant beschrieben. Das Gesetz, das diesen Sachverhalt regelt, stammt aus dem Jahr 1982 und sagt glasklar, dass Amtsträger während der Ausübung ihrer Tätigkeit in der Öffentlichkeit gefilmt werden dürfen und dass die Verbreitung der Bilder legal ist. In Prozessen, in denen es speziell um Polizeiaktionen ging, liessen das Tribunal Supremo als auch das Verfassungsgericht keinerlei Zweifel daran, dass sich die Polizei mit der Bildaufzeichnung in der Öffentlichkeit grundsätzlich abzufinden hat. „Sie wollen vermeiden, dass es Zeugen von Polizei-Aktionen gibt, die unverhältnismässig sind“, ist Rechtsexperte Pérez Rojo sicher, „und die besten Zeugen sind nun einmal solche Bildaufnahmen.“

Zur Beurteilung der Situation braucht es nicht einmal Rechtsexperten. In Spanien ist jedem klar, dass es hier darum geht, Polizisten über das Gesetz zu stellen, unverhältnismässige Einsätze den Augen der Öffentlichkeit zu entziehen und in der Summe protestbereite Bürger weitmöglichst einzuschüchtern nach dem Motto: „Wir werden euch verprügeln und niemand wird es erfahren, also lohnt es sich nicht, den Helden zu spielen.“ – Jeder, der während einer Demonstration eine Kamera oder auch nur ein Mobiltelefon mit Kamera zückt, müsste damit rechnen, identifiziert und festgenommen zu werden, falls die Regierung dieses Gesetz wirklich durchbringt.

Der Sprecher der Organisation „Richter für die Demokratie“ (JpD), Joaquim Bosch, hält die Massnahme so auch für „nicht verhältnismässig“, sie verletze das Informationsrecht. Vor allem dann, wenn – wie die Regierung beabsichtigt – das Verbot ganz generell ausgesprochen und nicht auf genau definierte Polizei-Einsätze begrenzt werde. Die Bürger, so Bosch, hätten „ein Recht auf Kommunikation und Bilder“ durch egal welches Medium und ein Recht, polizeiliche Übergriffe anzuklagen: „Es ist immer berechtigt, ein Delikt zu filmen, das von Polizisten begangen wird.“

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Im Grunde kann man sich in dieser Materie auch jede Diskussion sparen, denn zu klar ist die Absicht, die Bevölkerung einzuschüchtern, wie es auch schon durch den Plan versucht wird, das Strafgesetzbuch zu verschärfen, beschrieben in unserem Artikel „Passiver Widerstand und Aufruf zu Demonstrationen werden strafbar“. Weitere Massnahmen, die in dieselbe Richtung zielen, lesen Sie unter „Innenministerium kriminalisiert Parteien und Gewerkschaften“ und auch „Kritische raus! Regierung lässt öffentlich-rechtliches TV säubern“.  Damit soll die repressive „Arbeit“ der Polizei bei Demonstrationen wie der am 25. September „einfacher“ werden.  Protestbereite Bürger, so hofft man, würden gleich zu Hause bleiben, wenn Polizisten ungestraft prügeln dürfen und es erst gar keine Berichte darüber geben kann.

Wir haben es schon öfter gesagt, bisher Recht damit behalten und wiederholen es gerne: Rajoy kennt sein eigenes Land nicht!  Woanders mag solche Art massiver Bürgereinschüchterung funktionieren – in Spanien ganz sicher nicht! Sollte der Protest gegen diese erneute Gesetzverschärfung die Neuerung nicht verhindern, ist eher damit zu rechnen, dass sich die Demonstranten angesichts legal und heimlich prügelnder Polizisten zukünftig besser „ausrüsten“ und die Auseinandersetzungen eine andere Qualität bekommen. Der Anteil von Uniformträgern in der Verleztenliste nach solchen Veranstaltungen würde deutlich zunehmen.

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(1 Jahr Uhupardo, 558 Artikel, 8.200 Kommentare, ca. 100.000 gelesene Seiten pro Monat – wir danken allen unseren Lesern herzlich dafür, dass sie diesen Blog inzwischen als eine wichtigen Informationsquelle besonders zu spanischen Themen ansehen!)

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51 Kommentare zu “Back to Franco 4: Prügelnde Polizisten sollen nicht mehr gefilmt werden dürfen

  1. Dieses Gesetz schwappt aus den USA herüber! Das ist nicht auf Rajoys Mist gewachsen:

    Im vorigen Jahr wurden von den Polizisten in den USA zunächst gezielt die Menschen, die fotografierten/filmten, ein Fotoapparat/Kamera/Handy „schussbereit“ in den Händen hatten, gezielt attackiert und festgenommen – brutalst, selbstredend!

    Ich sah zu dieser Zeit auch ein Video, das von einem Augenzeugen berichtete, der eine Vorladung zur Gerichtsverhandlung als Schuldiger erhalten hatte.
    Sein Vergehen: Er hatte Polizisten bei ihrer „Arbeit“ gefilmt.
    Die angedrohte Strafe: 75 Jahre Gefängnis (in den USA gibt’s schon KZs, so wird berichtet!)

    Wird hier deutlich, wessen Rechte durchgesetzt werden? Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass die Polizisten alle aussehen wie die in den USA – und zwar in ganz Europa?

    Der Kolonialherr zeigt sich offen!
    Nein, das ist keine Verschwörungstheorie!

    • Uhupardo sagt:

      Es ist keine Verschwörungstheorie, nein. Es braucht aber wohl auch kein USA-Vorbild, denn in Spanien haben wir eine längere und intensivere „Tradition“ in solchen Dingen (der Titel des Artikels sagt es). Es ist nur die typisch unverhüllt repressive Reaktion eines Staatsgebildes, das immer versucht, den Status Quo zu erhalten und jede Modifikation dessen als „gegen die Sicherheit“ einstuft.

      Würde ein nicht besonders EU-genehmer Zeitgenosse verbieten, prügelnde Polizisten zu filmen, gäbe es jetzt einen enormen Aufschrei in Brüssel, in Berlin und in praktisch allen Medien.

    • Michael Thuma sagt:

      ‚…dass die Polizisten alle aussehen wie die in den USA‘
      Das liegt aber an den Polizisten insbesondere deren Ausstattung und nicht an den USA. Mich verwundert viel mehr, dass private Security Dienste mit Fahrzeugen rumfahren, die teils die gleichen Modelle sind wie sie unsere Polizei verwendet und sehr ähnlich gekleidet sind. Entweder Zufall oder schlicht kopiert .. müsste man mal beobachten.

      In .de wird einfach hirn-und planlos die U.S. kopiert und konsequent umgesetzt, im Regelfall bishin zur Übertreibung. Deutschland grüßt den großen Bruder. Denke das trifft eher zu. Die Frage ist – warum?

      In Wahrheit stehen sich Polizisten und Bürger nicht gegenüber, sie stehen auf der selben Veranstaltung und schauen sich an. Das sollte ihnen bewusst werden.

      Prügeln bringt so denke ich wenig. Das schreckt losgelöst vom Temperament keine aufgebrachte Masse und zurecht aufgebracht. Auch die Polizisten sollten aufgebracht sein, die aktuelle Politik benachteiligt sie selbst am meisten. Der Geprügelte findet schneller wieder einen Job, am Ende verliert der Polizist viel eher den Job. Während den Zeiten der Hyperinflation waren ja vorzüglich Beamte auf der Straße … da gerade abgebaut.

  2. Herzlichen Glückwunsch zum Einjährigen und für den Erfolg Deines Blogs!

    solveigh

    Das Weitermachen ist sehr erwünscht 🙂

  3. garrus sagt:

    also ich war dieses jahr schon 2mal kurzfristig in spanien, jeweils 5 tage. ich habe in keinen supermarkt, bäcker schlachter etc. arztpraxis schilder gesehen, wo drauf steht POLIZISTEN werden hier nicht bedient.
    ja selbst auf den strassen werden polizisten freundlich gegrüßt.
    also scheint das spanische volk mit dem verhalten der polizei einverstanden zu sein.

    • Uhupardo sagt:

      „ich habe in keinen supermarkt, bäcker schlachter etc. arztpraxis schilder gesehen, wo drauf steht POLIZISTEN werden hier nicht bedient.“

      Haben Sie nicht gesehen? Seltsam … wo es das doch sonst in praktisch jedem anderen Land gibt.

      also scheint das spanische volk mit dem verhalten der polizei einverstanden zu sein.

      Egal, was Sie zum Wochenende so einwerfen, hören Sie auf damit, es ist nicht gesund.

  4. Denksperre sagt:

    Das neoliberale Geschwätz der Abgabe von Souveränität zeigt sich in dieser Praxis. Derartige Bestrebungen sind europaweit zu sehen. Deutschland nimmt eine zentrale Rolle in der Ausbildung ein. (Truppenübungsplatz Lehnin, Polizeiausbildung Ffo, Eurogendfor, Frontex, Ukraine beim Castortransport), Ja es ist keine VT, die NewWorldPolice schiesst auf Augenhöhe.

  5. fischi sagt:

    Na gut solche großen Blumen wachsen hier nicht, aber trotzdem mein Glückwunsch.
    Zum Thema, da glaube ich nicht das die sowas noch durchbringen können.
    Und praktisch geht das auch nicht außer es findet ein massive Zensur der Internet statt.
    Unser hervorragende Depp Friedrich macht auch alle 2 Tage neue Vorschläge zur inneren Sicherheit.
    Von wem eigentlich?

  6. Ruwen sagt:

    Auf Radio Utopie gab es mal einen Bericht, dass es zur Demo-Dokumentation schon eine App gibt, die das Display von Apfelgeräten ausschaltet, damit man unbemerkt(er) filmen kann wegen der photosensiblen Robocops.
    Glückwünsche auch meinerseits – einen größeren Blumenstrauß gabs ja schon, daher nur ein entsprechend großes Lob.

  7. matrixsun sagt:

    hallo lieber Uhupardo ,

    danke für deinen bericht, denn informationen sind ja bekanntlich ein grosses gut.

    es ist ja offensichtlich wo das weiter hinführen wird, wenn jegliche parteien (demonstranten + polizei) immer weiter aufrüsten und ihre mittel verschärfen. vor allem ist es für die polizisten ein sicherer job, wenn sich möglichst viele demonstranten, am besten noch gewallt bereit, durchs land bewegen.

    seien wir doch mal ehrlich, wäre es nicht viel interessanter das spiel einfach zu beenden, wir müssen es doch nicht spielen.

    wir sollten uns aufhören zu beschweren und zu fordern ……….. wir sollten lernen unsere energie zu bündeln und zu handeln, ohne ihnen dabei eine angrifffläche zu bieten, das wäre doch mal ein gedanke werd.

    so schrecklich die welt auch sein mag, liegt es in deiner und meiner hand, dieses zu ändern, dazu braucht man sich bloss 2 fragen stellen:

    1.: wo will ich hin ? und
    2.: was muss ich dafür tun ?

    nicht die andern, sonder dein und mein weg ist das ziel.
    wir müssen wieder lernen einfach zu denken, und die richtigkeit unser gedanken können wir erfühlen, so werden den weg in rekord zeit passieren, ohne umwege.

    es wünscht dir
    licht, liebe + gesundheit
    matrixsun

    • Uhupardo sagt:

      „1.: wo will ich hin ? und
      2.: was muss ich dafür tun ?“

      Wenn sich die Mehrzahl aller Menschen konsequent nur diese beiden Fragen stellen würde, hätten wir kein einziges Problem. *chapeau*

      • der König der Narren sagt:

        Hey, hier so offen den Klassenkampf von unten zu propagieren und zur sozialen Revolution aufrufen, ist ja eine Frechheit! (…was bedeutete noch mal dieser Klassenkampf- ah ja- sich bewusst zu werden – als Mensch- hier in dieser Gesellschaft auch nur Ware zu sein ( mehr als Arbeitskraft haben die meisten ja nicht zu bieten ) und nun zumindest den höchsten preis für sich zu verlangen. Welch absurder Gedanke dieser Klassenkampf – ein jeder sollte seinen Platz kennen und es gibt auch aussreichend Kuchen für die Armen. Es bleibt wie es ist! …wo kommen wir da hin- klingt ja nach Gleichmacherei!)

        Genau, wo kommen wir da hin, wenn das Gewaltmonopol des Staates, der ja seit jeher angestammt der geschäftsführende Ausschuss der rechtmäßig über uns Herrschenden ist, (jetzt kommen sie nicht mit den blöden „1%“ – die sind eben cleverer und haben bessere Kontakte) in Frage gestellt würde. Ich jedenfalls habe kein Problem mit prügelden Polizisten, die machen doch nur ihre Arbeit.

        😉

        • matrixsun sagt:

          also dazu fällt mir nichts mehr ein, „hopfen und malz verloren“,

          zitat: Ich jedenfalls habe kein Problem mit prügelden Polizisten, die machen doch nur ihre Arbeit.

          nein nein nein ……. wo soll das noch hinführen ……

    • Andreas Schmitt sagt:

      Man kann es nur auf eine Weise beenden, durch die Nichtzahlung der Schulden. Das war auch der Grund für das Platzen der Immobilienblase in USA, die Menschen zahlten ihre Schulden nicht mehr zurück. Es ist allerdings in anderen Ländern utopisch, weil die Amerikaner ihre Schulden mit dem Haus zurücklassen, und sie ziehen in eine Zeltstadt weiter, aber in Europa ziehen die Schulden leider mit. Und ich vermute, daß, auch nach dem Systemsturz, der Staat diese Schulden eintreiben wird. Denn wo es Schulden gibt, da stehen den gegenüber die Vermögen. Und an die Vermögen traut sich niemand mehr heran, soviel macht haben die Reichen.
      Se fürchten keinen Generalstreik, sie fürchten den Schuldenschnitt, denn das bedeutet VERMÖGENSCHNITT!

  8. Andreas sagt:

    Was mich wundert das sich immer noch Polizisten finden die das mitmachen , wie dumm muss mann sein bei der nächsten sparmaßnahme sind die doch selbst dabei was dann ? sich selbst den Gummiknüpel vor den kopf hauen oder was . Aber es ist doch einfach gegen das Volk zu agieren als das Schwerverbrechen zu bekämpfen denn das Volk wehrt sich nicht . Aber immer drann denken : DAS VOLK STEHT AUF DER STURM BRICHT LOS

  9. Gast sagt:

    Wieso müssen die Demonstranten dann „aufrüsten“? Bierdosen als Wurfgeschosse sieht man doch gleich zu Beginn des Videos. Wer andern eins auf die Fresse gibt und dann das Unschuldslamm spielen will…

  10. zu „Ausstattung der Polizei“: die Polizei in D wurde zwischenzeitlich auf neue Carbonschlagstöcke made in USA umgerüstet. Ein Training für die Handhabung erfolgt zur Zeit zwingend und flächendeckend. Meine Tochter – Polizistin in ganz normalem Dienst – nach dieser Einweisung (trotz Vollschutzkleidung mit diversen Blessuren): Das sind hocheffiziente Waffen mit durchschlagender Wirkung und haben mit normalen Schlagstöcken nicht mehr viel gemein.

    • Selbst „normale“ Schlagstöcke sind gegen unbewaffnete, also wehrlose, Menschen ein Verbrechen ohne Gleichen.
      Und wer auf Wehrlose einprügelt (so lernte ich) ist ein gemeiner Kerl und gehört aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

  11. Zitat:……….. wir sollten lernen unsere energie zu bündeln und zu handeln, ohne ihnen dabei eine angrifffläche zu bieten, das wäre doch mal ein gedanke werd…. Zitatende

    Das – mit Angriffsfläche vermeiden – klingt gut, aber wie macht man das? Wegtauchen? Auf Aliens warten? Oder Energie bündeln – wie macht man das? Beten? In Gemeinschaft bis zur kritischen Masse? Energie bündeln ohne aufzufallen?

    Ich glaube, dass in diesem Film 1984 auch keiner mehr auffallen wollte. Dennoch begehrt man auf und fällt auf. Information ist eine starke Waffe, wenn denn genügend Menschen zuhören wollten. Dann könnten wir wenigstens die Politiker, Bankster etc. an den Pranger stellen. Aber wenn keiner hinschaut, was bringt das dann. Nennt deren Namen, immer wieder ! Können wir mehr tun?

    Bitte um Vorschläge, vielleicht kann ich die Aussichtslosigkeit dann weniger schwarz sehen. .

    • matrixsun sagt:

      hallo lieber Kopfstaendler,

      zu deinen fragen: zitat:
      Das – mit Angriffsfläche vermeiden – klingt gut, aber wie macht man das? Wegtauchen? Auf Aliens warten? Oder Energie bündeln – wie macht man das? Beten? In Gemeinschaft bis zur kritischen Masse? Energie bündeln ohne aufzufallen?

      das wäre ganz einfach, wenn man eine bestimmte menge an menschen bündeln kann. die lösung liegt in der einfachheit, die politiker und auch die hochfinanz, brauchen uns um ihr spiel zu spielen, wir arbeiten für sie, wir zahlen ihre gehälter, wir spielen ihr spiel.
      das einzige was wir tun können um dem zu entgehen, ist nicht mehr am spiel teilnehmen, wir müssen ein neues spiel spielen und zwar nach unseren regeln.
      hört auf steuern zu zahlen oder noch besser, für eine gewisse zeit aufhören zu arbeiten, dann platzt denen ihr system und dann muss man sich um ein neues spiel bemühen, das wäre vielleicht ein beispiel.

      die alien frage lasse ich mal aus.

      energie bündeln, dafür hat man doch facebook und twitter erfunden, heutzutage steht und fällt alles mit der richtigen oder falschen information, wir menschen brauchen uns nur vernetzen und gemeinsam die gleichen dinge tun, dann kann man alles drehen und aushebeln nach belieben, alles was man sich vorstellen kann.
      es können ganz legale aktionen gestartet werden, um etwas auszuhebeln oder stillzulegen,das ist sehr simpel …… das einzige ist die anzahl der teilnehmer muss stimmen, es müssen nicht einmal alle sein, aber genügend, damit wären wir wieder beim thema vernetzung.

      beten darfst du immer, das ist hilfreich.

      wenn wir eine grosse gruppe darstellen, fällt diese auf, das ist richtig, aber der einzelne geht in der gruppe unter, je grösser sie wird.
      deswegen versuchen sie immer alles zu spalten, wenn es klein ist, ist es kontrollierbar, wenn es grösser ist, wird es immer schwerer.

      wir sollten uns vernetzen, gemeinsam eine richtung einschlagen und ausarbeiten und diese dann einfach ausführen mit liebe und leidenschaft,
      die andere seite guckt dann dumm aus der wäsche und man kann über ein neues spiel diskutieren …………. „neue runde, neues glück“.

  12. Guanche sagt:

    Von mir auch die besten Wünsche für Euer fortbestehen hier im Netz und überall…..!
    Natürlich auch vielen Dank für die von Euch erbrachten Leistungen hier auf dieser Seite !

    Buena Suerte !!! (ausnahmsweise mal 3 Ausrufe Zeichen(LoL)

  13. wolfswurt sagt:

    Da wird auf Grundlage der Menschenrechte von der Obrigkeit den Eltern untersagt, bei Ungehorsam ihrer Kinder diese zu schlagen, um selbige Eltern bei Ungehorsam gegenüber der Obrigkeit diese dann zusammen zu prügeln.

    Entweder hat die Obrigkeit nicht mehr alle Tassen im Schrank oder das Volk, welches sich dies mehr oder weniger gefallen läßt.

  14. Eigentlich leide ich nur gelegentlich unter Paranoia, aber das erinnert mich doch sehr stark an 1984.
    Verschärfung des Strafgesetzbuches? Passiver Widerstand strafbar? Aufruf zur Demonstration?
    Man könnte das ganze auf eine traurige Formel bringen:

    Bankrotter demokratischer Staat => Rückkehr zum Totalitarismus

  15. flurdab sagt:

    Man sollte hellhörig werden.
    In Spanien will man das filmen prügelnder „Polizisten“ verbieten.

    In England spricht Rowan Atkinson (Mr. Bean) sich gegen Zensur aus, auch wenn der Gesetzentwurf sich zuerst nur gegen religiöse Diskriminierung wenden soll.
    http://www.shortnews.de/id/990617/Rowan-Atkinson-Mr-Bean-demonstriert-gegen-Zensur

    In Deutschland will der Springerverlag Nachrichten im Internet kostenpflichtig machen.
    http://politikprofiler.blogspot.de/2012/10/springer-macht-nachrichten-nun.html

    In den USA gibt es mehr als zwei Parteien, es wird nur nicht darüber berichtet.
    Weder bei uns noch im „Mutterland der Demokratie“.
    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/10/wie-die-medien-nur-cola-und-pepsi-zur.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29

    Über Proteste in England wird in Deutschland scheinbar nicht berichtet, ich habe jedenfalls bei den ÖRR nichts gefunden.
    http://denkland.wordpress.com/2012/10/22/massenproteste-in-london-gegen-kapitalismus-und-sparpolitik/
    Interessant sind auch die anvisierten „Sparmassnahmen“ der Regierung.
    http://www.wsws.org/de/2012/okt2012/welf-o20.shtml

    Gesteuerte Wirklichkeit würde ich das nennen, dazu passt:
    http://endlessgoodnews.blogspot.de/2012/10/scripted-reality-funktioniert.html

  16. Rüdiger sagt:

    Ich schreibe nur: EU und Friedensnobelpreis!

    Eine Farce

  17. kingkenny7 sagt:

    Glückwunsch erst einmal! Zweitens bekommt „garrus“ von mir die Nominierung für den lustigsten Kommentar des Monats. Zum Thema: Solche Überlegungen überhaupt anzustellen, ist schon extrem traurig und zeigt eine unglaubliche Hilflosigkeit. Ich befürchte, einige sind sich absolut nicht bewusst, was so etwas bedeuten würde.

    • Uhupardo sagt:

      Muchas gracias, Guanche und kingkenny. 🙂

      Sí, señor, es ist traurig, zeugt von Hilflosigkeit und von ungeheurer Dreistigkeit, solche Vorschläge auf den Tisch zu legen. Doch wenn man erst einmal beschlossen hat, jede Art von Skrupel durch Schamlosigkeit zu ersetzen, wird vieles einfacher.

  18. Don Furioso sagt:

    Ebenfalls: Herzlichen Glückwunsch, Uhupardo! Eine naive Frage zum Thema „filmen prügelnder Polizisten“: Gibt es Versuche, diese Zensurbestrebungen über den europäischen Gerichtshof zu bekämpfen?

    • Uhupardo sagt:

      Gracias, Don Furioso.

      Die Frage ist nicht naiv. Es wird sicher noch Bestrebungen in dieser Richtung geben. Zuerst ist es eine noch längst nicht komplett definierte Idee, die erst am vergangenen Donnerstag erstmals geäussert wurde. Das braucht noch etwas mehr Definition, bevor sachlich handfest reagiert werden kann.

      • Don Furioso sagt:

        Wehret den Anfängen! Dagegen gibt es nur eine Parade: Öffentlichkeit, wie in diesem Blog! Ihren Mut, Uhupardo! Ich hoffe, die Spanier sind so klug, dass sie sich nicht auf Twitter und Facebook verlassen.

        • Uhupardo sagt:

          Keine Sorge. Sogar die Yayoflautas haben schon verstanden, dass Twitter und Facebook eher böse Fallen als alles andere sind und nutzen andere Kommunikationswege. 😉

  19. […] Lesen Sie dazu bitte auch: * News aus der Kristallkugel: Wie es jetzt (nicht) weiter geht … * Prügelnde Polizisten sollen nicht mehr gefilmt werden dürfen […]

  20. Johannes Eber sagt:

    Wenn ich die Fotos der einprügelnden Polizisten auf die Demonstranten betrachte, kommt man zu der Feststellung, daß deren Gehirnmasse so ziemlich einen Degenerationsprozeß durchlaufen hat.
    Was ist und kann man dagegen tun? Ich möchte mich hier nicht als Lehrmeister aufführen, doch meine Ratschläge können zielführend sein und dies meine ich allen Ernstes:
    – die spanischen Demonstranten sollen geblockt mit je 100 Personen, geschultert mit Mistgabeln
    (aufgrund Verletzungsgefahr) auftreten. Mit dieser Maßnahme kann der prügelnde „Mob“ auf Distanz gehalten werden. Versuchen Sie es, machen Sie es, der Erfolg wird nicht ausbleiben!

  21. Johannes Eber sagt:

    @ Lieber Uhupardo,

    noch nachträglich einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem 1-jährigen Jubiläum. Bleibe weiterhin auf geraden Kurs. Wir müssen alles daransetzen, die Verlogenheit und das Lügenmeer der „mainstream-press“ sowie „Politiker“, medial mit den Vorschlaghämmer zu zertrümmern.
    Einen erfolgreichen und sonnigen Tag wünsche ich Dir in das schöne Spanien.

  22. Karl August sagt:

    Die Menschen haben vergessen, dass Frieden immer Blutzoll kostet.
    Wer nicht bereit ist ihn zu zahlen, wird ewig in Knechtschaft leben.

  23. […] Lesen Sie dazu auch: * Yayoflautas – Dankschreiben einer Rentnerin an die Regierung * Yayoflautas besetzen deutsches Konsulat in Barcelona * Back to Franco 4: Prügelnde Polizisten sollen nicht mehr gefilmt werden dürfen […]

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  28. chrisssy sagt:

    ein freund von mir wurde beim stromausfall in baarcelona von den mossos (spezialeinheit) zusammengeschlagen. ohne grund, einfach so, sie wussten wohl, als deutscher hat er keine chance, sich irgendwohin zu wenden. die haben narrenfreiheit, ekelhaft. youtube gibts bilder über die trupp – 1http://www.youtube.com/watch?v=D8rDx1d9e3Q
    er hat heute noch beschwerden, auch seine begleiter von damals.

    googelt die mal!

  29. […] Lesen Sie dazu auch: * Back to Franco 1 * Back to Franco 2 * Back to Franco 3 * Back to Franco 4 […]

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